myLernwerk

Lernfeld 12 · Prüfung Teil 2

Instandhaltungsgrundlagen und Strategien

Instandhaltung nach DIN 31051: Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Verbesserung sowie reaktive, vorbeugende und zustandsorientierte Strategien.

15 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

DIN 31051 teilt die Instandhaltung in vier Grundmaßnahmen. Wartung verzögert den Abbau des Abnutzungsvorrats, etwa durch Reinigen von Lüftern und Filtern. Inspektion stellt den Ist-Zustand fest und beurteilt ihn, etwa durch Auslesen von Fehlerzählern oder Messen. Instandsetzung stellt die Funktion eines defekten Teils wieder her. Verbesserung erhöht die Zuverlässigkeit oder Leistung, ohne die geforderte Funktion zu ändern, etwa durch ein Firmware-Update gegen bekannte Fehler.

Bei den Strategien unterscheidest du die ausfallorientierte Instandhaltung (erst reparieren, wenn etwas kaputt ist), die vorbeugende Instandhaltung nach festen Intervallen oder Betriebsstunden und die zustandsorientierte Instandhaltung nach gemessenem Zustand, etwa Batterieinnenwiderstand oder SMART-Werte. Die vorausschauende Instandhaltung sagt aus Messdaten und Statistik voraus, wann ein Bauteil ausfallen wird. Welche Strategie passt, hängt von Ausfallfolgen, Kosten und Messbarkeit ab. Lebensdauerangaben wie L10 nennen die Zeit, nach der 10 % der Teile ausgefallen sind; Wärme verkürzt die Lebensdauer von Lüftern und Batterien deutlich.

Ein Wartungsplan nennt Objekt, Tätigkeit, Intervall, Verantwortlichen und Dokumentation. Geplante Eingriffe wie der Tausch eines Core-Switches laufen als Change mit Wartungsfenster, Information der Nutzer, Sicherung der Konfiguration, Rückfallplan, Funktionstest und Dokumentation. Kündigt ein Hersteller das Ende der Unterstützung (End of Life bzw. End of Support) an, planst du rechtzeitig den Ersatz, weil danach keine Sicherheitsupdates mehr kommen. Arbeiten an elektrischen Verteilungen übernimmt nur eine Elektrofachkraft.

Das solltest du dir merken

  • Die vier Grundmaßnahmen sind Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung.
  • Inspektion stellt den Zustand fest, Wartung erhält ihn.
  • Zustandsorientiert heißt, Tausch nach Messwert statt nach Kalender.
  • Nach End of Support kommen keine Sicherheitsupdates mehr.
  • Jeder geplante Eingriff braucht einen Rückfallplan.

Formeln

Anzahl Tauschvorgänge im Betrachtungszeitraum
geplante Betriebszeit, angesetzte Lebensdauer des Bauteils, beide in h

Typische Fehler in der Prüfung

  • Wartung und Inspektion verwechselt.
  • Ein Firmware-Update gegen bekannte Fehler als Instandsetzung statt als Verbesserung eingeordnet.
  • Die Lebensdauer L10 als Zeit gedeutet, nach der alle Teile ausfallen.
  • Einen geplanten Austausch ohne Wartungsfenster und Rückfallplan durchgeführt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Vier Grundmaßnahmen: Wartung erhält den Sollzustand, Inspektion stellt den Istzustand fest, Instandsetzung stellt den Sollzustand wieder her, Verbesserung macht es besser als vorher.
  • Strategien nach dem Auslöser: präventiv nach Zeitplan, zustandsorientiert nach Messwerten, korrektiv erst nach Ausfall. Geplante Tauscharbeiten laufen immer mit Ankündigung, Backup der Konfiguration, Wartungsfenster und Rückfallplan.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

15 Aufgaben zu „Instandhaltungsgrundlagen und Strategien“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: Rahmenlehrplan IT-Systemelektroniker/-in (KMK 2019), Lernfeld 12; DIN 31051, DIN EN 13306. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.