myLernwerk

Lernfeld 15 · Prüfung Teil 2

Wartung von Heizungsanlagen

Wartung von Heizungsanlagen: Inspektion, Wartung, Instandsetzung, Vordruck des Ausdehnungsgefäßes, Füllwasser nach VDI 2035 und Prüfungen.

31 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Instandhaltung umfasst nach DIN 31051 Inspektion (Zustand feststellen), Wartung (Abnutzung verzögern), Instandsetzung (Funktion wiederherstellen) und Verbesserung. Jedes Bauteil hat einen Abnutzungsvorrat, der im Betrieb sinkt. Die Wartung bremst diesen Abbau, die Instandsetzung füllt ihn wieder auf. So bleiben Sicherheit, Wirkungsgrad und Lebensdauer erhalten.

Bei der Wartung eines Gaskessels prüfst du unter anderem Brenner, Zündung und Ionisationsstrom, reinigst Heizflächen und Siphon, kontrollierst Dichtheit und Abgaswege und misst die Abgaswerte. Saubere Heizflächen senken den Abgasverlust und damit den Brennstoffverbrauch. Nach Arbeiten an elektrischen Teilen gehören Sichtprüfung, Schutzleiterprüfung und Isolationsmessung dazu, bevor das Gerät wieder in Betrieb geht.

Den Vordruck des Membran-Ausdehnungsgefäßes prüfst du nur, wenn das Gefäß wasserseitig abgesperrt und entleert ist; sonst misst du den Anlagendruck. Als Faustregel gilt Vordruck gleich statische Höhe in bar plus 0,2 bar, der Fülldruck liegt etwas darüber. VDI 2035 begrenzt die Härte des Füll- und Ergänzungswassers, weil sich sonst Kalk auf den Heizflächen absetzt. Maßgebend sind dafür Gesamtheizleistung und spezifisches Anlagenvolumen. Ein tropfendes Sicherheitsventil wird nach erneutem Anlüften getauscht, wenn es weiter tropft; vorher prüfst du Druck und Ausdehnungsgefäß.

Das solltest du dir merken

  • Inspektion stellt fest, Wartung erhält, Instandsetzung stellt wieder her.
  • MAG-Vordruck nur bei wasserseitig drucklosem Gefäß messen.
  • Faustregel Vordruck gleich statische Höhe durch 10 plus 0,2 bar.
  • Je größer das spezifische Anlagenvolumen, desto strenger die Anforderungen an das Füllwasser.
  • Ein Sicherheitsventil, das dicht sein sollte und dennoch tropft, wird ersetzt, nicht verschlossen.

Formeln

Vordruck Ausdehnungsgefäß (Faustregel)
Vordruck in bar, statische Höhe zwischen Gefäß und höchstem Anlagenpunkt in m
Spezifisches Anlagenvolumen
in l/kW, Wasserinhalt der Anlage in l, kleinste Einzelheizleistung bzw. Gesamtheizleistung in kW
Brennstoffeinsparung durch Reinigung
eingesparte Brennstoffenergie, eingesetzte Brennstoffenergie im Jahr, Abgasverlust vor und nach der Reinigung in %

Typische Fehler in der Prüfung

  • Vordruck bei gefüllter Anlage am Gasventil gemessen und so den Anlagendruck abgelesen.
  • Statische Höhe nicht in bar umgerechnet (10 m Wassersäule sind etwa 1 bar).
  • Wartung und Instandsetzung gleichgesetzt.
  • Tropfendes Sicherheitsventil abgedichtet statt die Ursache zu suchen und das Ventil zu tauschen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Instandhaltung hat vier Grundmaßnahmen: Wartung (Abnutzung verzögern), Inspektion (Zustand feststellen und beurteilen), Instandsetzung (Funktion wiederherstellen) und Verbesserung. Merke dir je ein Beispiel.
  • Die fünf Sicherheitsregeln bei elektrischen Arbeiten beginnen mit Freischalten und Sichern gegen Wiedereinschalten. Erst nach dem Feststellen der Spannungsfreiheit darfst du arbeiten.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

31 Aufgaben zu „Wartung von Heizungsanlagen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker/-in SHK (2016), Lernfeld 15; DIN 31051 Instandhaltung; VDI 2035 Blatt 1. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.