myLernwerk

Lernfeld 15 · Prüfung Teil 2

Wartung von Hebeanlagen und Rückstauverschlüssen

Wartung von Hebeanlagen und Rückstauverschlüssen: Rückstauebene, Rückstauschleife, Wartungsintervalle, Förderhöhe und Fließgeschwindigkeit.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Die Rückstauebene ist die höchste Ebene, bis zu der Abwasser im Kanal zurückstauen kann. Wenn die Ortssatzung nichts anderes sagt, ist das die Straßenoberkante an der Anschlussstelle. Ablaufstellen darunter müssen gegen Rückstau gesichert werden. Für fäkalienhaltiges Abwasser, das viele Personen nutzen, ist eine Fäkalienhebeanlage nötig. Ihre Druckleitung führst du als Schleife über die Rückstauebene, damit Abwasser aus dem Kanal nicht zurückfließen kann.

Hebeanlagen werden nach DIN EN 12056-4 regelmäßig gewartet, in Einfamilienhäusern jährlich, in Mehrfamilienhäusern halbjährlich und in gewerblichen Betrieben vierteljährlich. Zur Wartung gehören Sichtprüfung, Reinigung, Kontrolle von Schaltniveaus, Rückflussverhinderer, Schieber und Alarm sowie ein Probelauf. Die Entlüftung muss über Dach geführt werden; ein Belüftungsventil im Keller ist dafür ungeeignet.

Rückstauverschlüsse betätigt der Betreiber regelmäßig selbst, etwa monatlich den Notverschluss. Ein Fachkundiger wartet sie sinngemäß halbjährlich. Für die Auslegung rechnest du die Förderhöhe aus geodätischer Höhe bis zum Scheitel der Schleife plus Druckverlusten. Die Fließgeschwindigkeit in der Druckleitung soll zwischen etwa 0,7 und 2,3 m/s liegen, damit sich nichts absetzt und die Leitung nicht zu laut wird. Meldet der Alarm Hochwasser, sind etwa Pumpe, Schwimmer oder Druckleitung verstopft oder defekt.

Das solltest du dir merken

  • Ohne andere Festlegung liegt die Rückstauebene in Höhe der Straßenoberkante.
  • Die Druckleitung der Hebeanlage führt als Schleife über die Rückstauebene.
  • Wartung jährlich im Einfamilienhaus, halbjährlich im Mehrfamilienhaus, vierteljährlich im Gewerbe.
  • Hebeanlagen werden über Dach entlüftet, nicht über ein Belüftungsventil.

Formeln

Förderhöhe
Gesamtförderhöhe in m, Höhe vom Ausschaltniveau bis zum Scheitel der Schleife in m, Verlusthöhe der Leitung in m
Fließgeschwindigkeit
in m/s, Förderstrom in m³/s, Querschnitt der Druckleitung in m²
Füllzeit des Behälters
in s, Nutzvolumen zwischen Aus- und Einschaltniveau in l, Zufluss in l/s

Typische Fehler in der Prüfung

  • Rückstauebene an der Kellersohle statt an der Straßenoberkante angenommen.
  • Bei der Förderhöhe nur bis zur Kanalhöhe statt bis zum Scheitel der Schleife gerechnet.
  • Liter je Sekunde nicht in m³/s umgerechnet.
  • Belüftungsventil als Entlüftung der Hebeanlage akzeptiert.

Tipps aus der Werkstatt

  • Wartung von Hebeanlagen sinngemäß nach DIN EN 12056-4: im Gewerbe vierteljährlich, im Mehrfamilienhaus halbjährlich, im Einfamilienhaus jährlich. Rückstauverschlüsse wartet ein Fachkundiger halbjährlich, der Betreiber betätigt sie monatlich.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Wartung von Hebeanlagen und Rückstauverschlüssen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker/-in SHK (2016), Lernfeld 15; DIN EN 12056-4; DIN EN 12050; DIN 1986-100. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.