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Lernfeld 8 · Prüfung Teil 2

Zyklen und Unterprogramme

Zyklen und Unterprogramme an CNC-Maschinen: Bohr-, Tiefbohr-, Gewinde-, Abspan- und Taschenzyklen mit Parametern, Lochkreise und Wiederholungen.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Zyklen sind fest in der Steuerung hinterlegte Bearbeitungsabläufe. Der Programmierer ruft sie auf und übergibt Parameter wie Sicherheitsabstand, Tiefe, Zustellung oder Verweilzeit. Typisch sind Bohrzyklen mit und ohne Verweilzeit, Tiefbohrzyklen mit Spanbruch oder Entspanen, Gewindebohr- und Gewindedrehzyklen, Taschen- und Zapfenfräszyklen sowie Abspanzyklen an der Drehmaschine. Namen, Nummern und Parameter unterscheiden sich je Hersteller; die Aufgaben dahinter sind überall gleich.

Modal aufgerufene Bohrzyklen werden an jeder folgenden Position ausgeführt, bis sie aufgehoben werden, nach DIN 66025 mit G80. Lochkreis- und Lochreihenzyklen berechnen die Positionen selbst aus Mittelpunkt, Radius, Startwinkel und Anzahl. Beim Gewindebohren muss der Vorschub je Umdrehung genau der Steigung entsprechen; moderne Maschinen koppeln Spindel und Vorschubachse dazu elektronisch. Ein Abspanzyklus bekommt Fertigkontur, Rohteil, Zustellung und Schlichtaufmaß und legt die Schruppschnitte selbst fest.

Unterprogramme schreibt der Anwender selbst, wenn sich eine Bearbeitung wiederholt, etwa gleiche Taschen an mehreren Stellen. Das Hauptprogramm positioniert und ruft das Unterprogramm auf; damit es an jeder Stelle richtig wirkt, arbeitet es im Kettenmaß oder mit einer eigenen Nullpunktverschiebung. Programme werden dadurch kürzer, Fehler seltener und Änderungen sind an einer Stelle erledigt.

Das solltest du dir merken

  • Zyklen kommen vom Hersteller, Unterprogramme vom Anwender.
  • Modale Bohrzyklen mit G80 aufheben.
  • Beim Gewindebohren gilt Vorschub je Umdrehung gleich Steigung.
  • Unterprogramme für Wiederholungen im Kettenmaß oder mit Verschiebung schreiben.

Formeln

Vorschubgeschwindigkeit beim Gewindebohren
Drehzahl in 1/min, Steigung in mm
Kerndurchmesser am metrischen Bolzengewinde
Nenndurchmesser, Gewindetiefe, Steigung
Teilungswinkel auf dem Lochkreis
Anzahl der gleichmäßig verteilten Bohrungen

Typische Fehler in der Prüfung

  • Einen modalen Bohrzyklus nicht aufgehoben, sodass an der nächsten Position weitergebohrt wird.
  • Beim Gewindebohren in mm/min die Steigung nicht mit der Drehzahl multipliziert.
  • Im Unterprogramm absolute Koordinaten verwendet, sodass alle Aufrufe an derselben Stelle arbeiten.
  • Den Sicherheitsabstand so klein gewählt, dass das Werkzeug im Eilgang auf das Rohteil trifft.

Tipps aus der Werkstatt

  • Beim Gewindebohren gilt immer: Vorschub je Umdrehung gleich Steigung. In mm/min also Drehzahl mal Steigung. Und vergiss nach einem modalen Bohrzyklus das G80 nicht, sonst bohrt die Maschine an der nächsten angefahrenen Position einfach weiter.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Zyklen und Unterprogramme“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Zerspanungsmechaniker/-in, Lernfeld 8 (Programmieren und Fertigen mit numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.