Lernfeld 8 · Prüfung Teil 2
CNC-Programmierung nach DIN 66025
CNC-Programmierung nach DIN 66025: Satzaufbau, Wegbedingungen G0 bis G3, Vorschub- und Drehzahlfunktionen, modale Wörter und sicheres Einfahren.
Darum geht es
Ein NC-Programm nach DIN 66025 besteht aus Sätzen, jeder Satz aus Wörtern. Ein Wort setzt sich aus einem Adressbuchstaben und einer Zahl zusammen: N für die Satznummer, G für Wegbedingungen, X, Y und Z für Koordinaten, F für den Vorschub, S für Drehzahl oder Schnittgeschwindigkeit, T für das Werkzeug und M für Zusatzfunktionen wie Spindel ein und aus. Viele Wörter wirken modal, sie gelten also weiter, bis ein anderes Wort derselben Gruppe folgt.
Die wichtigsten Wegbedingungen sind G0 für den Eilgang, G1 für die Gerade im Vorschub und G2 und G3 für Kreisbögen im und gegen den Uhrzeigersinn. G90 und G91 wählen Absolut- und Kettenmaß, G17 bis G19 die Bearbeitungsebene, G54 bis G59 die Nullpunktverschiebungen. An der Drehmaschine sind G95 mit Vorschub je Umdrehung und G96 mit konstanter Schnittgeschwindigkeit üblich; dazu gehört immer eine Drehzahlbegrenzung, weil die Drehzahl zur Mitte hin stark steigt. An Fräsmaschinen rechnet man den Vorschub mit G94 in mm/min aus Zahnvorschub, Schneidenzahl und Drehzahl.
Steuerungen verschiedener Hersteller erweitern die Norm um eigene Befehle und Zyklen; im Betrieb gilt deshalb immer die Programmieranleitung der Maschine. Prüfungsstoff ist die herstellerneutrale Programmierung nach DIN 66025. Ein neues Programm wird simuliert und dann im Einzelsatz mit abgesenktem Override eingefahren, damit man vor einer Kollision anhalten kann.
Das solltest du dir merken
- Ein Wort besteht aus Adressbuchstabe und Zahl, ein Satz aus Wörtern.
- Modale Wörter gelten, bis sie überschrieben werden.
- G96 braucht immer eine Drehzahlbegrenzung.
- Im Eilgang fahren die Achsen nicht unbedingt auf einer Geraden.
- Neue Programme simulieren und im Einzelsatz mit kleinem Override einfahren.
Formeln
- Vorschubgeschwindigkeit beim Fräsen
- Zahnvorschub in mm, Schneidenzahl, Drehzahl in 1/min
- Drehzahl aus der Schnittgeschwindigkeit
- in m/min, Durchmesser in mm
- Durchmesser, ab dem die Drehzahlbegrenzung wirkt
- programmierte Höchstdrehzahl
Typische Fehler in der Prüfung
- Bei G94 die Schneidenzahl vergessen und so den Vorschub zu klein programmiert.
- G91 aktiv gelassen und absolute Zielpunkte als Kettenmaß verfahren.
- Beim Plandrehen mit G96 keine Höchstdrehzahl programmiert.
- Mittelpunktsparameter an der Drehmaschine im Durchmesser statt im Radius gerechnet.
Tipps aus der Werkstatt
- Lies jeden Satz mit der Frage, was davon noch aus früheren Sätzen gilt: G90 oder G91, G94 oder G95, welches F und welches S. Die meisten Programmierfehler in der Prüfung sind vergessene modale Wörter. Und G96 nie ohne Drehzahlbegrenzung.
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14 Aufgaben zu „CNC-Programmierung nach DIN 66025“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Zerspanungsmechaniker/-in, Lernfeld 8 (Programmieren und Fertigen mit numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.