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Lernfeld 8 · Prüfung Teil 2

Werkzeugkorrekturen

Werkzeugkorrekturen an CNC-Maschinen: Längenkorrektur, Fräserradiuskorrektur G41/G42, Schneidenradiuskompensation, Schneidenlage und Verschleißwerte.

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Darum geht es

Werkzeuge sind unterschiedlich lang und haben verschiedene Radien. Damit trotzdem die Konturmaße der Zeichnung programmiert werden können, speichert die Steuerung für jedes Werkzeug Korrekturwerte. Die Längenkorrektur gleicht die Auskraglänge aus; an Drehmaschinen gibt es dafür Einstellmaße in X und Z. Die Werte werden am Voreinstellgerät, mit einem Messtaster in der Maschine oder durch Ankratzen über ein Bezugswerkzeug ermittelt.

Die Fräserradiuskorrektur führt den Fräsermittelpunkt auf einer Äquidistante im Abstand des Radius neben der Kontur. G41 bedeutet: Das Werkzeug liegt in Vorschubrichtung gesehen links von der Kontur, G42 rechts, G40 hebt die Korrektur auf. Beim Drehen heißt das Gegenstück Schneidenradiuskompensation. Ohne sie entstehen an Fasen, Kegeln und Radien Maßfehler, weil die Schneide gerundet ist und die Steuerung sonst mit dem theoretischen Schneidenpunkt rechnet. Dafür braucht die Steuerung den Schneidenradius und die Schneidenlage.

Nach dem Messen des ersten Teils werden kleine Abweichungen über den Verschleißwert ausgeglichen, nicht über die Grundmaße. Man korrigiert auf die Toleranzmitte. An der Drehmaschine ist eine Durchmesserabweichung radial nur zur Hälfte zuzustellen, und bei Innen- und Außenkonturen wirkt dieselbe Radiusänderung entgegengesetzt. Die Korrektur wird auf einem Anfahrweg außerhalb des Werkstücks angewählt und beim Wegfahren wieder abgewählt.

Das solltest du dir merken

  • G41 links, G42 rechts von der Kontur, immer in Vorschubrichtung gesehen.
  • Ohne Schneidenradiuskompensation stimmen Fasen, Kegel und Radien nicht.
  • Korrekturen nach dem Messen gehören in den Verschleißspeicher.
  • Auf Toleranzmitte korrigieren und Werkstücke erst nach dem Abkühlen messen.
  • Ein längeres Werkzeug berührt den Einstellblock bei höherem Z.

Formeln

Werkzeuglänge über ein Bezugswerkzeug
Länge des Bezugswerkzeugs, und Maschinenpositionen beim Berühren derselben Fläche
Radiale Zustellung aus der Durchmesserabweichung
gemessener und geforderter Durchmesser

Typische Fehler in der Prüfung

  • Die volle Durchmesserabweichung als radiale Korrektur eingetragen.
  • Bei einer Tasche den Radius in die falsche Richtung geändert.
  • Die Radiuskorrektur direkt an der Kontur statt auf einem Anfahrweg angewählt.
  • Die Schneidenlage falsch eingetragen, sodass die Kompensation in die falsche Richtung versetzt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Für G41 und G42 stell dich gedanklich hinter das Werkzeug und schau in Vorschubrichtung: Liegt das Werkzeug links von der Kontur, ist es G41, rechts G42. Beim Drehen gilt: Durchmesser zu groß um 0,06 mm heißt radial 0,03 mm nachstellen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Werkzeugkorrekturen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Zerspanungsmechaniker/-in, Lernfeld 8 (Programmieren und Fertigen mit numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.