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Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2

Kundenberatung, Einweisung und Übergabe

Kunden beraten und einweisen: Gesprächsführung, Einweisung nach der Vier-Stufen-Methode, Übergabeprotokoll, Wartungsintervalle und Fachenglisch.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Ein geändertes Werkzeug ist erst fertig, wenn der Kunde es sicher nutzen kann. Kundengespräche beginnen mit Zuhören: nachfragen, das Problem in eigenen Worten zusammenfassen, dann Lösungen vorschlagen. Die Erklärung richtet sich nach dem Gesprächspartner; ein Einkäufer braucht Nutzen, Kosten und Termin, ein Einrichter die technischen Einzelheiten. 3D-Ansichten und Modelle machen Änderungen anschaulich. Ehrliche Auskünfte, etwa zu Standmengen, schaffen mehr Vertrauen als zu optimistische Zusagen.

Die Einweisung folgt bewährt der Vier-Stufen-Methode: vorbereiten und erklären, vormachen, nachmachen lassen, üben und Fragen klären. Man zeigt die neuen Bauteile, den Einbau und das Einrichten, Gefahrstellen und die Wartung. Das Einweisungsprotokoll mit Datum, Inhalt und Unterschriften belegt, wer unterwiesen wurde; der Betreiber braucht diesen Nachweis für seine Unterweisungspflicht nach DGUV Vorschrift 1.

Bei der Übergabe erhält der Kunde aktualisierte Zeichnungen und Stückliste, Wartungsplan, Ersatzteilliste, Einstelldaten und den Bemusterungsbericht; interne Kalkulationen bleiben im Betrieb. Im Übergabe- oder Abnahmeprotokoll werden Zustand, Unterlagen und Mängel mit Fristen festgehalten. Wartungsintervalle in Zyklen oder Hüben rechnet man für den Kunden in Produktionstage um. Bei internationalen Kunden läuft das Gespräch oft auf Englisch, mit Begriffen wie guide pillar, punch, stripper plate, cooling channel, sprue und gate.

Das solltest du dir merken

  • Erst zuhören und zusammenfassen, dann erklären und Lösungen anbieten.
  • Einweisen in vier Stufen, vorbereiten, vormachen, nachmachen, üben.
  • Einweisung und Übergabe immer mit Unterschrift im Protokoll bestätigen lassen.
  • Wartungsintervalle in Zyklen für den Kunden in Produktionstage umrechnen.
  • Interne Kalkulations- und Personaldaten gehören nicht in die Übergabeunterlagen.

Formeln

Zyklen je Produktionstag
Zyklen je Tag, Laufzeit je Tag in h, Zykluszeit in s
Tage bis zur Wartung
Produktionstage, Wartungsintervall in Zyklen oder Hüben, Zyklen oder Hübe je Tag
Hübe je Produktionstag
Hübe je Tag, Hubzahl je Minute, Laufzeit je Tag in h

Typische Fehler in der Prüfung

  • Im Kundengespräch sofort verteidigt, statt erst zuzuhören und nachzufragen.
  • Einweisung nur vorgeführt, ohne die Bediener selbst üben zu lassen.
  • Bei Hüben je Minute die Umrechnung auf Stunden (mal 60) vergessen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Kundengespräch: zuhören, zusammenfassen, dann erklären. Einweisen mit vormachen, nachmachen, üben und Unterschrift im Protokoll. Wartungsintervall in Tage: Zyklen durch (Stunden · 3600 / Zykluszeit), bei Hüben je Minute mal 60 nicht vergessen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Kundenberatung, Einweisung und Übergabe“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Werkzeugmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 14 (Ändern und Anpassen technischer Systeme des Werkzeugbaus); DGUV Vorschrift 1. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.