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Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2

Änderungsdokumentation und Normen

Änderungen an Werkzeugen dokumentieren: Änderungsablauf, Änderungsindex, Stückliste, Werkzeuglebenslauf, PDM-Status und aktuelle Normen.

12 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Jede Änderung an einem Werkzeug muss in den Unterlagen ankommen. Ein geregelter Ablauf beginnt mit dem Änderungsantrag (Engineering Change Request), der Grund und gewünschte Wirkung beschreibt. Danach werden Auswirkungen auf Teil, Werkzeug, Kosten und Termin geprüft, die Änderung wird freigegeben, Modell, Zeichnungen und Stückliste werden überarbeitet, das Werkzeug wird geändert und nachbemustert. Die Änderungsmitteilung (Engineering Change Notice) informiert alle Stellen; alte Stände werden eingezogen und als ungültig gekennzeichnet.

Auf der Zeichnung zeigt der Änderungsindex im Schriftfeld nach DIN EN ISO 7200 den Stand, die Zeichnungsnummer bleibt gleich. Im Änderungsfeld stehen Index, Beschreibung, Datum und Name. Stückliste, Ersatzteilliste und CAD-Modell müssen denselben Stand haben, sonst wird das falsche Ersatzteil bestellt. Im PDM-System erlaubt erst der Status „freigegeben“ die Fertigung. Bei der Überarbeitung prüft man die zitierten Normen: Form- und Lagetoleranzen nach DIN EN ISO 1101, Allgemeintoleranzen nach DIN ISO 2768, ISO-Passungen nach DIN EN ISO 286, Oberflächenkenngrößen nach DIN EN ISO 21920.

Zum Werkzeug gehört der Werkzeuglebenslauf mit allen Reparaturen, Änderungen und Hubzahlen. Er macht Fehlerursachen nachvollziehbar, hilft bei Gewährleistungsfragen und bei der Planung von Wartung und Ersatzteilen. Abweichungen in der Werkstatt, etwa eine verlegte Kühlbohrung, müssen zurück in Modell und Zeichnung, sonst gefährden sie spätere Arbeiten. Viele Unterlagen sind englischsprachig; Begriffe wie revision, parting line, ejector pin oder bill of materials gehören zum Grundwortschatz.

Das solltest du dir merken

  • Keine Änderung ohne Antrag, Freigabe und neuen Änderungsindex.
  • Zeichnung, Stückliste und CAD-Modell immer auf denselben Stand bringen.
  • Alte Stände einziehen und deutlich als ungültig kennzeichnen.
  • Gefertigt wird nur nach Daten im Status „freigegeben“.
  • Jede Reparatur und Änderung gehört in den Werkzeuglebenslauf.

Typische Fehler in der Prüfung

  • Neue Zeichnungsnummer vergeben statt den Änderungsindex zu erhöhen.
  • Zeichnung geändert, aber Stückliste und Ersatzteilliste vergessen.
  • Abweichungen aus der Werkstatt nicht in Modell und Zeichnung übernommen.
  • Veraltete Oberflächennormen DIN EN ISO 1302 oder 4287 weiter zitiert, statt auf DIN EN ISO 21920 umzustellen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Bei einer Änderung bleibt die Zeichnungsnummer, der Änderungsindex steigt. Zeichnung, Stückliste, Ersatzteilliste und CAD-Modell immer gemeinsam nachziehen, alte Stände einziehen. Oberflächen heute nach DIN EN ISO 21920, nicht mehr nach 1302.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

12 Aufgaben zu „Änderungsdokumentation und Normen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Werkzeugmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 14 (Ändern und Anpassen technischer Systeme des Werkzeugbaus); DIN EN ISO 7200. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.