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Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2

Änderungsbedarf analysieren und Änderungskonzept

Werkzeuge und Vorrichtungen ändern: Ist-Zustand aufnehmen, Varianten mit Nutzwertanalyse bewerten, Umbau mit Amortisation begründen.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Kunden ändern ihre Teile: eine zusätzliche Bohrung, eine andere Oberfläche, ein Logo, eine zweite Variante oder eine kürzere Zykluszeit. Bevor man plant, nimmt man den Ist-Zustand auf, denn ältere Zeichnungen zeigen Nacharbeiten und getauschte Einsätze oft nicht. Werkzeuge werden dazu vermessen oder gescannt, Streifenbild, Maschinen- und Pressendaten werden geprüft. Danach entwickelt man Varianten, etwa eine freie Stufe nutzen, einen Wechseleinsatz setzen, eine Kontur erodieren oder Stahl auftragen.

Ob eine Änderung einfach ist, hängt oft davon ab, ob Stahl weggenommen oder hinzugefügt werden muss. Wegnehmen gelingt auch im gehärteten Zustand durch Erodieren oder Hartfräsen. Auftragen erfordert Laserauftragschweißen mit passendem Zusatzwerkstoff, Vorwärmen und Anlassen. Ändert sich das Blech eines Stanzteils, müssen Schneidspalt, Schneidkraft und Stempel neu ausgelegt werden; soll ein Spritzgießwerkzeug auf eine andere Maschine, prüft man Zentrierung, Düse, Einbauhöhe, Öffnungsweg, Auswerfer und Anschlüsse.

Die Varianten werden bewertet, oft mit einer Nutzwertanalyse: Kriterien gewichten, Punkte vergeben, gewichtete Summe bilden. Muss-Kriterien prüft man vorher als Ausschlusskriterien. Für Umbauten, die Zeit sparen, zeigt die Amortisationsrechnung, nach welcher Zeit sich die Kosten durch geringere Maschinenkosten bezahlt machen. Das Konzept mit Skizze, Kosten, Termin, Stillstand und Risiken stellt man dem Kunden vor und lässt es freigeben.

Das solltest du dir merken

  • Vor jeder Änderung den tatsächlichen Zustand des Werkzeugs aufnehmen.
  • Stahl wegnehmen ist einfach, Stahl auftragen ist aufwendig und riskant.
  • Nutzwert = Summe aus Gewicht mal Punkte; Ausschlusskriterien vorher prüfen.
  • Amortisationszeit = Umbaukosten geteilt durch die Einsparung je Zeiteinheit.
  • Kein Umbau ohne schriftliche Freigabe des Konzepts durch den Kunden.

Formeln

Nutzwert einer Variante
Nutzwert in Punkten, Gewicht des Kriteriums als Dezimalzahl (Summe 1), Punkte des Kriteriums
Amortisationszeit
Amortisationszeit, Kosten des Umbaus in €, Einsparung je Monat oder Jahr in €
Einsparung durch kürzere Zykluszeit
Zyklen je Zeitraum, Zeitersparnis je Zyklus in h, Maschinenstundensatz in €/h

Typische Fehler in der Prüfung

  • Nach alter Zeichnung geplant, ohne das Werkzeug aufzunehmen.
  • Gewichte in Prozent statt als Dezimalzahl eingesetzt; der Nutzwert wird hundertmal zu groß.
  • Sekunden nicht in Stunden umgerechnet, bevor mit dem Stundensatz multipliziert wurde.

Tipps aus der Werkstatt

  • Erst den Ist-Zustand des Werkzeugs aufnehmen, alte Zeichnungen stimmen selten. Stahl wegnehmen ist leicht, auftragen schwer. Nutzwert mit Gewichten als Dezimalzahl rechnen; bei der Amortisation Sekunden erst in Stunden umrechnen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Änderungsbedarf analysieren und Änderungskonzept“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Werkzeugmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 14 (Ändern und Anpassen technischer Systeme des Werkzeugbaus). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.