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Lernfeld 8 · Prüfung Teil 2

Hydraulikpläne und Messverfahren

Hydraulikpläne lesen und messen: Schaltzeichen nach ISO 1219, Ventilstellungen, Druck- und Durchflussmessung, Pumpenprüfung, Driftmessung und Messprotokoll.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Hydraulikpläne zeigen die Funktion, nicht den räumlichen Aufbau. Nach ISO 1219 stehen Kreise für Energiewandler: Zeigt das ausgefüllte Dreieck nach außen, ist es eine Pumpe, nach innen ein Motor, ein schräger Pfeil kennzeichnet die Verstellbarkeit. Ventile werden als Quadrate gezeichnet, je Schaltstellung eines, in der Ausgangsstellung ohne Betätigung. Arbeitsleitungen sind Volllinien, Steuer- und Leckölleitungen Strichlinien. Rauten stehen für Filter und Kühler, ein Oval für den Hydrospeicher. Die Bezeichnung 4/3 nennt vier Anschlüsse und drei Stellungen; an der Mittelstellung erkennt man, ob ein Open-Center- oder Closed-Center-System vorliegt.

Gemessen wird an den Messanschlüssen, die im Plan bezeichnet sind. Für den Öffnungsdruck des Druckbegrenzungsventils fährt man einen Verbraucher kurz gegen den Endanschlag. Den Zustand einer Pumpe zeigt ein Durchflussmessgerät mit Belastungsventil in der Druckleitung: Aus dem Förderstrom drucklos und bei Prüfdruck ergibt sich der volumetrische Wirkungsgrad. Kurze Druckspitzen erfasst nur ein Drucksensor mit schnellem Messgerät, ein Zeigermanometer ist zu träge.

Sinkt ein Zylinder unter Last ab, misst man die Drift über eine feste Zeit. Aus Absinkweg und Kolbenfläche folgt der Leckvolumenstrom. Mit dem Plan werden dann die möglichen Leckwege eingegrenzt: Kolbendichtung, Steuerschieber, Sekundär- und Lasthalteventile. Jede Messung wird mit Öltemperatur, Drehzahl, Messstelle, Soll- und Istwert protokolliert, sonst sind die Werte nicht vergleichbar. Unter einer angehobenen Last wird ohne mechanische Abstützung keine Leitung geöffnet.

Das solltest du dir merken

  • Dreieck nach außen ist Pumpe, nach innen Motor, schräger Pfeil heißt verstellbar.
  • Ventile im Plan stehen in Ausgangsstellung.
  • Druck und Förderstrom nur bei Betriebstemperatur und vorgegebener Drehzahl messen.
  • Druckspitzen mit Sensor und schnellem Messgerät erfassen, nicht mit dem Manometer.
  • Ohne Öltemperatur und Drehzahl im Protokoll ist ein Messwert wertlos.

Formeln

Volumetrischer Wirkungsgrad aus der Messung
Förderstrom beim Prüfdruck, Förderstrom nahezu drucklos bei gleicher Drehzahl
Leckvolumenstrom aus der Drift
wirksame Kolbenfläche, Absinkweg, Messzeit; mm³ durch 1000 ergibt ml

Typische Fehler in der Prüfung

  • Pumpe und Motor im Schaltzeichen verwechselt.
  • Druckbegrenzungsventil ohne Last geprüft und nur den Umlaufdruck abgelesen.
  • Pumpe mit kaltem Öl gemessen und für gut befunden.
  • Bauteile getauscht, bevor die Leckwege mit Plan und Messung eingegrenzt waren.

Tipps aus der Werkstatt

  • Dreieck nach außen ist Pumpe, nach innen Motor, schräger Pfeil heißt verstellbar. Pumpen und Ventile nur bei Betriebstemperatur und vorgegebener Drehzahl messen und beides ins Protokoll schreiben. Driftmessung: Kolbenfläche mal Absinkweg durch Zeit, mm³ durch 1000 sind ml.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Hydraulikpläne und Messverfahren“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in (2014), Lernfeld 8 (Prüfen und Instandsetzen von hydraulischen Steuerungs- und Regelungssystemen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.