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Lernfeld 13 · Prüfung Teil 2

Bedarfs-, Zeit- und Fertigungsplanung mit ERP

Bedarfs-, Zeit- und Fertigungsplanung im Stahlbau mit ERP: Stücklisten, Nettobedarf, Auftragszeit, Netzplan und Rückverfolgbarkeit.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Ein ERP-System verbindet Verkauf, Einkauf, Lager und Fertigung über gemeinsame Daten. Aus der Stückliste einer Treppe oder Bühne ermittelt es den Bruttobedarf an Profilen, Blechen und Kaufteilen. Zieht man den verfügbaren Lagerbestand ab, also Bestand ohne Sicherheitsbestand und Reservierungen, bleibt der Nettobedarf, aus dem ein Bestellvorschlag entsteht. Die Strukturstückliste zeigt den Aufbau über alle Ebenen, die Mengenstückliste nur die Summen je Teil.

Arbeitspläne enthalten die Arbeitsgänge mit Vorgabezeiten. Die Auftragszeit setzt sich aus der Rüstzeit und der Zeit je Einheit mal der Menge zusammen. Die Kapazitätsplanung vergleicht die Belastung der Arbeitsplätze wie Säge, Brennschneidanlage, Abkantpresse und Schweißplatz mit den verfügbaren Stunden. Fremdleistungen wie Feuerverzinken oder Beschichten werden mit ihren Lieferzeiten eingeplant. Ein Balken- oder Netzplan zeigt, welche Vorgänge auf dem kritischen Weg liegen: Dort verschiebt jeder Tag Verzug den Montagetermin.

Für tragende Bauteile verlangt DIN EN 1090-2 je nach Ausführungsklasse eine Rückverfolgbarkeit der Werkstoffe, in EXC3 und EXC4 durchgehend vom Wareneingang bis zur Übergabe. Dazu wird die Schmelzennummer beim Zuschnitt auf Teile und Reststücke übertragen und im System mit Auftrag, Position und Werkstoffzeugnis verknüpft. Rückmeldungen aus der Werkstatt halten Ist-Zeiten und Bestände aktuell; ohne sie plant das System mit falschen Zahlen.

Das solltest du dir merken

  • Nettobedarf ist Bruttobedarf minus verfügbarer Bestand; Sicherheitsbestand und Reservierungen zählen nicht als verfügbar.
  • Rüstzeit fällt je Auftrag einmal an, die Zeit je Einheit für jedes Stück.
  • Auf dem kritischen Weg gibt es keinen Puffer.
  • Alle Bohr- und Schweißarbeiten sind vor dem Feuerverzinken erledigt; Hohlprofile brauchen Entlüftungsöffnungen.
  • Rückverfolgbarkeit heißt, die Schmelzennummer bei jedem Zuschnitt mitzunehmen.

Formeln

Auftragszeit
Auftragszeit, Rüstzeit, Menge, Zeit je Einheit
Nettobedarf
Nettobedarf, Bruttobedarf, Lagerbestand, Sicherheitsbestand, reservierte Menge
Materialausnutzung beim Stabzuschnitt
Teile je Stab (abgerundet), Teillänge, Handelslänge

Typische Fehler in der Prüfung

  • Sicherheitsbestand als verfügbar gerechnet; das Lager läuft unter die Mindestmenge.
  • Rüstzeit mit der Stückzahl multipliziert.
  • Beim Stabzuschnitt die Sägeschnitte vergessen, sodass ein Teil mehr eingeplant wird, als in den Stab passt.
  • Lieferzeit der Verzinkerei nicht eingeplant, obwohl sie auf dem kritischen Weg liegt.

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Eigene Zahlen bei jedem Klick, nach deiner Antwort der komplette Lösungsweg.

Probier es aus

Zufallszahlen

Aus Stabstahl in Handelslänge sollen möglichst viele Treppenstufenträger mit gesägt werden. Für jedes Teil wird ein Sägeschnitt von gerechnet, weil auch das Stabende besäumt wird. Berechnen Sie die Materialausnutzung des Stabes in Prozent. Runden Sie auf eine Nachkommastelle.

%

Tipps aus der Werkstatt

  • Nettobedarf gleich Bruttobedarf minus verfügbarer Bestand, und der Sicherheitsbestand ist nicht verfügbar. Bei der Auftragszeit zählt die Rüstzeit nur einmal. Liegt das Verzinken auf dem kritischen Weg, verschiebt jeder Tag Verzug die Montage.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Bedarfs-, Zeit- und Fertigungsplanung mit ERP“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Konstruktionsmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 13 (Herstellen von Produkten der Konstruktionstechnik); DIN EN 1090-2. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.