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Lernfeld 9 · Prüfung Teil 2

Komfortsysteme und Zugangssysteme

Komfort- und Zugangssysteme: Wegfahrsperre, Funk- und Keyless-Schlüssel, Fensterheber mit Einklemmschutz, Regensensor, LIN-Bus und Ruhestrom.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Komfortsysteme machen das Fahren bequemer: Zentralverriegelung, Funk- und Keyless-Schlüssel, elektrische Fensterheber und Schiebedach, Spiegel, Sitze, Licht- und Regensensor, Innenraumüberwachung. Gesteuert werden sie meist von einem Komfort- oder Bordnetzsteuergerät, das über den LIN-Bus mit einfachen Teilnehmern und über CAN mit dem übrigen Fahrzeug verbunden ist. LIN arbeitet mit einer Leitung, einem Master und höchstens etwa 20 kbit/s.

Die Wegfahrsperre fragt den Transponder im Schlüssel ab, der seine Energie induktiv bekommt; erst bei gültigem Code wird der Motor freigegeben. Bei leerer Schlüsselbatterie helfen Notschlüssel und Notstartstelle. Keyless-Systeme erkennen den Schlüssel über Antennen in Türgriffen und Innenraum und sind anfällig für Relay-Angriffe, die das Funksignal verlängern. Fensterheber und Schiebedach brauchen gelernte Endlagen, damit Automatiklauf und Einklemmschutz funktionieren; nach Spannungsunterbrechung werden sie nach Herstellerangabe neu angelernt.

Viele Steuergeräte arbeiten auch bei abgestelltem Fahrzeug. Nach dem Verriegeln sollen sie einschlafen, der Ruhestrom sinkt dann auf einen kleinen Wert. Bleibt ein Gerät wach, ist die Batterie nach wenigen Tagen leer. Gemessen wird mit der Strommesszange nach der Einschlafzeit; den Stromkreis grenzt man über den Spannungsfall an den Sicherungen ein, ohne sie zu ziehen.

Das solltest du dir merken

  • Transponder braucht keine Batterie, er wird induktiv versorgt.
  • Nach Batterietausch Fensterheber und Schiebedach neu anlernen.
  • LIN heißt eine Leitung, ein Master, langsam.
  • Ruhestrom erst messen, wenn alle Steuergeräte schlafen.
  • Sicherungen zur Ruhestromsuche nicht ziehen, sondern Spannungsfall messen.

Formeln

Standzeit bei Ruhestrom
Batteriekapazität in Ah, entnehmbarer Anteil, Ruhestrom in A, in h
Strom aus dem Spannungsfall an der Sicherung
gemessener Spannungsfall, Widerstand der Sicherung laut Tabelle

Typische Fehler in der Prüfung

  • Den Ruhestrom sofort nach dem Verriegeln abgelesen, bevor die Steuergeräte schlafen.
  • Milliampere nicht in Ampere umgerechnet und die Standzeit um den Faktor 1000 falsch berechnet.
  • Einen Fensterhebermotor getauscht, obwohl nur die Endlagen fehlten.
  • Eine weitere Batterie eingebaut, ohne den Ruhestrom zu messen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Ruhestrom misst du erst, wenn das Auto schläft. Nach dem Verriegeln kann das je nach Fahrzeug bis über eine halbe Stunde dauern. Ziehst du Sicherungen, weckst du die Steuergeräte wieder auf. Besser den Spannungsfall über den Sicherungen messen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Komfortsysteme und Zugangssysteme“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 9 (Serviceaufgaben an Komfort- und Sicherheitssystemen durchführen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.