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Lernfeld 4 · Prüfung Teil 1

Kundenauftrag und Beratung

Kundenauftrag und Beratung: Dialogannahme, Reparaturauftrag, Kostenvoranschlag, Mängelhaftung, Garantie, Rechnung und Übergabe.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Ein Umrüstauftrag beginnt mit der Dialogannahme am Fahrzeug. Gemeinsam mit dem Kunden werden Wunsch, Zustand und Besonderheiten festgehalten. Daten aus der Zulassungsbescheinigung wie Hersteller- und Typschlüssel (Felder 2.1 und 2.2), FIN, Bereifung, Anhängelast und Stützlast zeigen, was zulässig ist. Der Reparaturauftrag nennt Kunde, Fahrzeug mit Kilometerstand, Umfang, Preisgrenze und Termin und wird unterschrieben. Damit entsteht ein Werkvertrag: Die Werkstatt schuldet ein funktionierendes Ergebnis.

Ein unverbindlicher Kostenvoranschlag ist kein Festpreis. Zeigt sich, dass er wesentlich überschritten wird, muss die Werkstatt den Kunden nach § 649 BGB unverzüglich informieren. Zusatzarbeiten werden erst nach Freigabe ausgeführt. Bei Mängeln der Leistung greift die gesetzliche Mängelhaftung; eine Garantie ist dagegen ein freiwilliges Versprechen mit eigenen Bedingungen, Kulanz ein Entgegenkommen ohne Pflicht. Bei Umrüstungen gehört zur Beratung auch die Zulässigkeit: Prüfzeichen, ABE, Teilegutachten, Abnahme und Hinweis an die Versicherung.

Die Rechnung setzt sich aus Lohn (Zeit mal Stundensatz oder Arbeitswerte nach Herstellervorgabe), Material und Umsatzsteuer zusammen; Rabatte werden vom Listenpreis abgezogen. Bei der Übergabe erklärt man die Arbeiten, bietet Altteile an und weist auf Besonderheiten wie Nachziehen von Radschrauben hin. Reklamationen nimmt man ernst: zuhören, nachvollziehen, einen klaren nächsten Schritt vereinbaren. Kundendaten werden nur erhoben, soweit sie für den Auftrag nötig sind.

Das solltest du dir merken

  • Der unterschriebene Auftrag legt Umfang und Preisgrenze fest.
  • Zusatzarbeiten nur nach Rücksprache und Freigabe durch den Kunden.
  • Wesentliche Überschreitung des Kostenvoranschlags sofort melden.
  • Mängelhaftung ist gesetzlich, Garantie freiwillig, Kulanz ohne Pflicht.
  • Wie viele Minuten ein Arbeitswert hat, legt der Hersteller fest.

Formeln

Rechnungsbetrag
Arbeitszeit in h, Stundensatz netto, Material netto, 19 % Umsatzsteuer
Preis nach Rabatt
Rabatt in Prozent

Typische Fehler in der Prüfung

  • Die Umsatzsteuer nur auf den Lohn und nicht auf das Material berechnet.
  • Arbeitswerte als Stunden gerechnet, ohne die Minuten je AW zu beachten.
  • Mehrarbeit ohne Freigabe ausgeführt und dann berechnet.
  • Garantie und gesetzliche Mängelhaftung gleichgesetzt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Typischer Prüfungsfehler bei der Rechnung: Umsatzsteuer nur auf den Lohn. Erst Lohn plus Material netto addieren, dann mal 1,19. Bei Arbeitswerten zuerst die Minuten je AW des Herstellers beachten. Und im Fachgespräch: Mehrarbeit gibt es nur nach Rücksprache mit dem Kunden.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Kundenauftrag und Beratung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 4 (Umrüstarbeiten nach Kundenwünschen durchführen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.