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Lernfeld 4 · Prüfung Teil 1

Anhängevorrichtung nachrüsten

Anhängevorrichtung nachrüsten: Anhängelast und Stützlast, D-Wert, 13-polige Steckdose, Elektrosatz, Codierung und Führerscheinklassen.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Bevor eine Anhängevorrichtung angebaut wird, prüft man die Fahrzeugpapiere. In der Zulassungsbescheinigung Teil I stehen die Anhängelast gebremst (O.1) und ungebremst (O.2) sowie die Stützlast (Feld 13). Fehlen diese Angaben, darf das Fahrzeug keinen Anhänger ziehen. Die Anhängevorrichtung muss für den Fahrzeugtyp genehmigt sein, etwa nach UN-ECE R 55. Ihr Typschild nennt D-Wert und Stützlast. Der D-Wert ist die rechnerische Kraft, die die Kupplung zwischen Zugfahrzeug und Anhänger dauerhaft übertragen kann; er hängt von beiden zulässigen Gesamtmassen ab.

Die tatsächlich nutzbare Stützlast ist der kleinste Wert von Fahrzeug, Anhängevorrichtung und Anhänger. Nach § 44 StVZO muss sie mindestens 4 % des tatsächlichen Anhängergewichts betragen, aber nicht mehr als 25 kg. Für ruhiges Fahrverhalten nutzt man die zulässige Stützlast möglichst aus. Die Kugelmitte muss bei beladenem Fahrzeug in der vorgeschriebenen Höhe liegen. Für den Führerschein der Klasse B zählt die Summe der zulässigen Gesamtmassen von Zugfahrzeug und Anhänger.

Elektrisch wird heute meist eine 13-polige Steckdose nach ISO 11446 verbaut, mit Dauerplus und Ladeleitung für Wohnwagen. Fahrzeugspezifische Elektrosätze werden an das Bordnetz und den Datenbus angeschlossen und mit dem Diagnosetester freigeschaltet. Erst dann erkennt das Fahrzeug einen Anhänger: Das ESP regelt Pendelbewegungen aus, die Einparkhilfe hinten schaltet ab, und Ausfälle der Anhängerbeleuchtung werden gemeldet. Zum Schluss werden alle Funktionen mit einem Prüfgerät kontrolliert.

Das solltest du dir merken

  • Ohne Anhängelast in den Papieren keine Anhängevorrichtung.
  • Es gilt immer die kleinste zulässige Stützlast von Fahrzeug, Kupplung und Anhänger.
  • Der D-Wert der Kupplung muss mindestens so groß sein wie der berechnete Wert.
  • Nach dem Einbau des Elektrosatzes wird der Anhängerbetrieb codiert und geprüft.
  • Bei Klasse B zählen die zulässigen Gesamtmassen, nicht die tatsächlichen Gewichte.

Formeln

D-Wert der Anhängevorrichtung
zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs in t, des Anhängers in t, , in kN
Mindeststützlast nach § 44 StVZO
tatsächliches Gesamtgewicht des Anhängers

Typische Fehler in der Prüfung

  • Beim D-Wert die Massen in kg statt in t eingesetzt.
  • Die Stützlast nur am Fahrzeug abgelesen und die Anhängevorrichtung vergessen.
  • Nach dem Einbau nicht codiert, sodass ESP-Anhängerstabilisierung und Lampenüberwachung fehlen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Stützlast immer dreifach prüfen: Fahrzeug, Anhängevorrichtung und Anhänger, der kleinste Wert gilt. Beim D-Wert die Massen in Tonnen einsetzen, dann kommt direkt kN heraus. Und nach dem Elektrosatz das Codieren nicht vergessen, sonst fehlt die Anhängerstabilisierung im ESP.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Anhängevorrichtung nachrüsten“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 4 (Umrüstarbeiten nach Kundenwünschen durchführen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.