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Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2

Nebenabtriebe nachrüsten

Nebenabtriebe am Lkw nachrüsten: kupplungsabhängig und motorabhängig, Schaltbedingungen, Hydraulikpumpe, Leistungsgrenzen und Parametrieren.

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Darum geht es

Kipper, Kran, Betonmischer oder Saugwagen brauchen Antriebsleistung vom Fahrzeugmotor. Diese liefert ein Nebenabtrieb, meist an eine Hydraulikpumpe oder eine Gelenkwelle. Man unterscheidet kupplungsabhängige Nebenabtriebe am Getriebe, die nur bei geschlossener Kupplung und eingelegtem Nebenabtrieb drehen und beim Fahren normalerweise abgeschaltet sind, und motorabhängige Nebenabtriebe direkt am Motor, die unabhängig von der Kupplung laufen und auch während der Fahrt arbeiten können, etwa für einen Betonmischer.

Welcher Nebenabtrieb passt, hängt von Drehzahl, Drehmoment, Drehrichtung und Einschaltdauer ab. Die zulässigen Werte stehen in den Unterlagen von Fahrzeug- und Getriebehersteller; überschreitet die Pumpe das Moment, drohen Schäden am Getriebe. Geschaltet wird meist pneumatisch über ein Magnetventil. Das Steuergerät gibt die Schaltung nur frei, wenn die Bedingungen erfüllt sind, zum Beispiel Fahrzeug steht, Kupplung getreten, Getriebe in Neutral.

Beim Nachrüsten wird der Nebenabtrieb mechanisch angebaut, an Druckluft und Elektrik angeschlossen und im Steuergerät freigeschaltet und parametriert, etwa mit Arbeitsdrehzahl und Abschaltbedingungen. Danach folgen Funktionsprüfung, Dichtheitsprüfung und Einweisung des Kunden. Die Daten des Nebenabtriebs gehören in die Fahrzeugunterlagen.

Das solltest du dir merken

  • Kupplungsabhängige Nebenabtriebe sitzen am Getriebe, motorabhängige laufen unabhängig von der Kupplung.
  • Drehmoment und Drehzahl der Pumpe dürfen die Grenzwerte des Herstellers nicht überschreiten.
  • Das Steuergerät gibt den Nebenabtrieb nur unter festgelegten Bedingungen frei.
  • Nach dem Anbau freischalten, parametrieren und den Kunden einweisen.

Formeln

Mechanische Leistung
Drehzahl in 1/s, Drehmoment in Nm, in W
Hydraulische Leistung
Druck in Pa, Volumenstrom in m³/s
Volumenstrom der Pumpe
Fördervolumen je Umdrehung, Pumpendrehzahl

Typische Fehler in der Prüfung

  • Einen kupplungsabhängigen Nebenabtrieb für einen Dauerbetrieb während der Fahrt gewählt.
  • Die Übersetzung des Nebenabtriebs beim Berechnen der Pumpendrehzahl vergessen.
  • Den Nebenabtrieb angebaut, aber im Steuergerät nicht freigeschaltet.

Tipps aus der Werkstatt

  • Muss das Gerät auch während der Fahrt laufen, etwa eine Betontrommel, brauchst du einen motorabhängigen Nebenabtrieb. Ein kupplungsabhängiger am Getriebe ist für den Betrieb im Stand gedacht. Die Pumpendrehzahl ist Motordrehzahl mal Übersetzung des Nebenabtriebs, nicht die Motordrehzahl selbst.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Nebenabtriebe nachrüsten“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kfz-Mechatroniker/-in 2013, Lernfeld 14N; KfzMechaAusbV 2013, Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik (Nebenantriebe nachrüsten). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.