Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2
Zubehör an Elektro- und Hybridfahrzeugen nachrüsten
Zubehör an Elektro- und Hybridfahrzeugen nachrüsten: Anhängevorrichtung, 12-V-Verbraucher am DC/DC-Netz, Bus-Wake-up und elektromagnetische Verträglichkeit.
Darum geht es
Auch an Elektro- und Hybridfahrzeugen werden Anhängevorrichtungen, Dachträger, Kameras oder Zusatzverbraucher nachgerüstet. Zuerst prüft man, ob das Zubehör für das Modell freigegeben ist und welche Anhängelast und Stützlast eingetragen sind. Viele Elektrofahrzeuge haben geringere Anhängelasten als vergleichbare Verbrenner. Danach legt man Einbauort, Einbaulage und Einbaufolge nach Herstellervorgabe fest. Bohren und Schrauben am Unterboden verlangen Vorsicht, weil dort Batterie und Hochvoltleitungen liegen können.
Die Elektrik schließt man am 12-V-Bordnetz an, das der DC/DC-Wandler aus der Hochvoltbatterie versorgt. Die Leistung des Wandlers und die zulässige Belastung der Anschlusspunkte setzen Grenzen. Elektrosätze für Anhängevorrichtungen binden sich über den Bus ein und müssen codiert werden, damit Beleuchtungsüberwachung, Fahrdynamikregelung und Assistenzsysteme den Anhänger kennen. Ein falsch eingebundenes Gerät kann das Netz ständig wecken und die Batterie entladen.
Hochvoltleitungen erzeugen beim Fahren und Laden starke elektromagnetische Felder. Nachgerüstete Leitungen für Daten oder Funk deshalb nicht parallel dazu verlegen, Abstände und Schirmung nach Herstellervorgabe einhalten. Zum Schluss Funktionsprüfung, Änderungen dokumentieren, Kunde einweisen und klären, ob eine Eintragung oder Abnahme nötig ist.
Das solltest du dir merken
- Vor dem Bohren am Unterboden Lage von Batterie und Hochvoltleitungen prüfen.
- Zusatzverbraucher hängen am DC/DC-Netz, dessen Leistung begrenzt ist.
- Anhängersteuergeräte codieren, sonst kennen Fahrdynamik und Assistenz den Anhänger nicht.
- Datenleitungen nicht parallel zu Hochvoltleitungen verlegen.
Formeln
- Strom eines Verbrauchers
- Leistung in W, Bordnetzspannung in V, in A
- Leitungsquerschnitt
- einfache Leitungslänge in m (bei Hin- und Rückleiter doppelt), Leitfähigkeit in m/(Ω·mm²), zulässiger Spannungsfall in V
Typische Fehler in der Prüfung
- Die Anhängelast eines vergleichbaren Verbrenners für das Elektrofahrzeug angenommen.
- Den Elektrosatz angeschlossen, aber nicht codiert.
- Eine Kameraleitung direkt entlang einer Hochvoltleitung verlegt.
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Probier es aus
ZufallszahlenEin nachgerüsteter Verbraucher () läuft im Campingmodus eines Elektrofahrzeugs. Dabei bleiben Steuergeräte wach, die zusammen aufnehmen. Beides wird über den DC/DC-Wandler (Wirkungsgrad ) aus der Hochvoltbatterie versorgt. Das Fahrzeug verbraucht beim Fahren .
Berechnen Sie, um wie viele Kilometer die Reichweite sinkt. Runden Sie auf eine Nachkommastelle.
Tipps aus der Werkstatt
- Eine nachgerüstete Anhängevorrichtung ist erst fertig, wenn sie codiert ist. Sonst wissen Fahrdynamikregelung, Parkassistent und Beleuchtungsüberwachung nichts vom Anhänger. Und prüf vorher die eingetragene Anhängelast, die ist bei E-Autos oft kleiner.
Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.
14 Aufgaben zu „Zubehör an Elektro- und Hybridfahrzeugen nachrüsten“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kfz-Mechatroniker/-in 2013, Lernfeld 14S (Zusatzaggregate, EMV, Bus wake-up); KfzMechaAusbV 2013, Ausbildungsrahmenplan Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.