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Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2

Software-Updates, Over-the-Air und Funktionsfreischaltung

Software-Updates in Werkstatt und Over-the-Air: Softwarestände prüfen, Spannung stützen, Update-Management nach UN-Regelung 156, Freischaltungen.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Viele Funktionen eines Fahrzeugs stecken in der Software. Die Werkstatt prüft bei jedem Auftrag die Softwarestände der Steuergeräte und spielt Updates nach Herstellervorgabe auf. Dafür braucht es eine stabile Verbindung, oft über Ethernet, und eine Batterieunterstützung mit einem geeigneten Netzgerät, weil das Fahrzeug während des Programmierens viel Strom zieht. Bei Elektrofahrzeugen muss oft zusätzlich der Ladezustand der Hochvoltbatterie ausreichen. Ein abgebrochenes Update kann ein Steuergerät unbrauchbar machen.

Immer mehr Updates kommen über das Mobilfunknetz direkt ins Fahrzeug (Over-the-Air). Die UN-Regelung Nr. 156 verlangt dafür vom Hersteller ein Software-Update-Managementsystem: Updates müssen sicher übertragen, dokumentiert und den genehmigten Fahrzeugtypen zugeordnet sein. Softwarestände, die für die Typgenehmigung wichtig sind, werden über eine Kennung (RXSWIN) nachverfolgt. Sicherheitsrelevante Updates dürfen nur installiert werden, wenn das Fahrzeug steht und die Installation sicher ablaufen kann. Die UN-Regelung Nr. 155 regelt den Schutz vor Cyberangriffen.

Hersteller bieten zudem Funktionen an, die nachträglich freigeschaltet werden, etwa Assistenz- oder Komfortfunktionen. In der Werkstatt gehört dazu, die Freischaltung nachzuvollziehen, die Hardware-Voraussetzungen zu prüfen und den Kunden über Wirkung und Kosten zu informieren. Jedes Update wird mit Stand vorher, Stand nachher und Ergebnis der Funktionsprüfung dokumentiert.

Das solltest du dir merken

  • Vor jedem Programmieren Bordnetzspannung mit einem Netzgerät stützen.
  • Ein abgebrochenes Update kann ein Steuergerät unbrauchbar machen.
  • UN-Regelung 156 regelt das Update-Management, UN-Regelung 155 die Cybersicherheit.
  • Stand vorher, Stand nachher und Funktionsprüfung dokumentieren.

Formeln

Energiebedarf während des Updates
Bordnetzspannung in V, mittlerer Strom in A, Dauer in h, in Wh

Typische Fehler in der Prüfung

  • Ein Update nur mit der Starterbatterie gestartet, die Spannung brach ein.
  • Nach dem Update keine Funktionsprüfung und keine Fehlerspeicherabfrage gemacht.
  • Eine Freischaltung angeboten, ohne zu prüfen, ob die nötige Hardware verbaut ist.

Tipps aus der Werkstatt

  • Vor jedem Programmieren ein geeignetes Netzgerät anschließen, nicht nur ein Ladegerät. Während des Updates ziehen die Steuergeräte viel Strom, und bricht die Spannung ein, kann das Steuergerät danach tot sein. Bei E-Autos auch den Ladezustand der Hochvoltbatterie prüfen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Software-Updates, Over-the-Air und Funktionsfreischaltung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kfz-Mechatroniker/-in 2013, Lernfeld 14S (Softwareupdate, Modulerweiterung); UN-Regelungen Nr. 155 und 156 (sinngemäß). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.