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Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2

Anhängevorrichtungen und Elektrosatz

Anhängevorrichtung nachrüsten und nach Heckschaden montieren: Befestigung, Stoßfängerausschnitt, Korrosionsschutz, Achslast und Elektrosatz.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Eine Anhängevorrichtung leitet Zug-, Brems- und Stützkräfte über die Längsträger in die Karosserie. Darum gelten genau die Befestigungspunkte, Verstärkungen, Schrauben und Anzugsdrehmomente, die Fahrzeug- und Kupplungshersteller vorgeben. Nach einem Heckschaden wird vorher geprüft, ob die Längsträger laut Vermessung in Toleranz liegen, ob die Gewindeplatten vorhanden sind und ob die Kupplung selbst unbeschädigt ist. Verformte Kugelstangen werden ersetzt; Richten, Schweißen oder Erwärmen lassen die Hersteller nicht zu.

Für den Einbau wird die Stoßfängerverkleidung nach Schablone ausgeschnitten und entgratet. Neue Bohrungen werden entgratet, von Spänen befreit und samt Hohlraum konserviert. Starre, abnehmbare und schwenkbare Bauarten unterscheiden sich in Preis, Aufwand und Komfort; bei abnehmbaren und schwenkbaren Systemen zeigt eine Anzeige die Verriegelung. Typschild mit D-Wert und Stützlast bleibt lesbar.

Die Stützlast wirkt hinter der Hinterachse wie an einem Hebel: Die Hinterachse wird stärker belastet als die Stützlast selbst, die Vorderachse wird entlastet. Bei Fahrradträgern zählt die Eigenmasse des Trägers zur Stützlast. Der fahrzeugspezifische Elektrosatz wird nach Anschlussplan eingebaut, der Anhängerbetrieb mit dem Diagnosegerät freigeschaltet und alle Funktionen mit einem Prüfgerät an der Steckdose kontrolliert.

Das solltest du dir merken

  • Befestigung nur an den vom Hersteller vorgesehenen Punkten mit den vorgeschriebenen Schrauben.
  • Neue Bohrungen entgraten, Späne entfernen, Kante und Hohlraum schützen.
  • Die Zusatzlast der Hinterachse ist größer als die Stützlast.
  • Fahrradträger und Räder zusammen dürfen die Stützlast nicht überschreiten.
  • Erst freischalten, dann mit dem Prüfgerät alle Funktionen kontrollieren.

Formeln

Zusätzliche Hinterachslast durch Stützlast
Stützlast, Radstand, Abstand der Kugel hinter der Hinterachse
Spannungsfall bei eigener Rückleitung
einfache Leitungslänge in m, für Kupfer, in mm²

Typische Fehler in der Prüfung

  • Nur die Stützlast als Zusatzlast der Hinterachse angesetzt, den Hebelarm vergessen.
  • Eigenmasse des Fahrradträgers nicht zur Stützlast gerechnet.
  • Nach Heckschaden verbogene Kugelstange gerichtet statt ersetzt.
  • Neue Bohrungen im Längsträger ohne Korrosionsschutz gelassen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Die Stützlast sitzt hinter der Hinterachse am Hebel: Zusatzlast der Hinterachse = Stützlast mal (Radstand plus Überhang) durch Radstand, also immer mehr als die Stützlast. Beim Fahrradträger zählt der Träger mit. Und nach einem Heckschaden wird eine verbogene Kugelstange ersetzt, nie gerichtet.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Anhängevorrichtungen und Elektrosatz“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in (2022), Lernfeld 14 (Zubehör- und Zusatzsysteme an-, ein- und umbauen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.