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Lernfeld 8 · Prüfung Teil 2

Übergabeprotokoll, Einweisung und Wartungsvertrag

Anlagen übergeben: Übergabeprotokoll, Konformitätserklärung, Einweisung des Betreibers, Prüffristen, Wartungsverträge und Kundengespräch.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Mit der Übergabe geht die Verantwortung für den Betrieb auf den Betreiber über. Das Übergabeprotokoll hält Umfang und Zustand der Anlage, die übergebenen Unterlagen, offene Restpunkte mit Frist und die Unterschriften fest. Zur Dokumentation einer Druckgeräte-Baugruppe gehören die EU-Konformitätserklärung des Herstellers, Betriebsanleitungen, Prüfprotokolle, Werkstoff- und Schweißnachweise und Bestandszeichnungen. Die Anlagendaten kommen in die Kundenkartei, damit Wartungen geplant und Ersatzteile passend bestellt werden können.

In der Einweisung erklärt man dem Bedienpersonal Aufgabe und Funktion der Einzelkomponenten, ihr Zusammenwirken, das Verhalten bei Störungen und im Notfall, das sichere Außerbetriebnehmen, energiesparenden Betrieb und die Notwendigkeit regelmäßiger Wartung. Ein Unterweisungsskript, auch digital, unterstützt spätere Schulungen; die Teilnahme wird mit Unterschrift dokumentiert. Die Fristen der wiederkehrenden Prüfungen legt der Betreiber als Arbeitgeber anhand der Gefährdungsbeurteilung fest, innerhalb der Höchstfristen der Betriebssicherheitsverordnung.

Für die Instandhaltung bietet man unterschiedliche Verträge an; die Bezeichnungen sind üblich, aber nicht genormt, den Umfang regelt der einzelne Vertrag: vom Inspektionsvertrag über den Wartungsvertrag bis zum Vollwartungsvertrag mit Instandsetzungen und Ersatzteilen, oder einen Störungsdienst nach Aufwand. Dazu gehört eine nachvollziehbare Kalkulation mit Stunden, Material, Anfahrt und Umsatzsteuer. Beschwerden bei der Übergabe löst man im Gespräch: zuhören, zusammenfassen, sachlich am Vertrag prüfen und eine verbindliche Vereinbarung treffen.

Das solltest du dir merken

  • Das unterschriebene Übergabeprotokoll markiert den Übergang der Verantwortung auf den Betreiber.
  • Die EU-Konformitätserklärung bestätigt die Übereinstimmung mit der Druckgeräterichtlinie.
  • Prüffristen legt der Betreiber nach Gefährdungsbeurteilung fest, innerhalb der Höchstfristen.
  • Drehzahlregelung spart bei Pumpen weit mehr Energie als Drosseln.
  • Im Konfliktgespräch erst zuhören und zusammenfassen, dann am Vertrag klären.

Formeln

Jahresbetrag eines Wartungsvertrags
brutto in €, Wartungen im Jahr, Stunden, Stundensatz, Material, Anfahrt je Wartung
Energiekosten-Einsparung
Einsparung in €, Leistungsunterschied in kW, Betriebsstunden je Jahr, Preis in €/kWh

Typische Fehler in der Prüfung

  • Restpunkte nur mündlich vereinbart; später ist unklar, was noch geschuldet ist.
  • Werkstoffzeugnisse für die Konformitätserklärung gehalten.
  • Die Umsatzsteuer nur auf den Stundenlohn statt auf den ganzen Nettobetrag gerechnet.
  • Im Kundengespräch sofort gerechtfertigt, statt zuzuhören und den Vertrag zu prüfen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Ins Übergabeprotokoll gehören Umfang, Unterlagen, Restpunkte mit Frist und Unterschriften. Die Konformität mit der Druckgeräterichtlinie bestätigt die EU-Konformitätserklärung, kein Werkszeugnis. Bei Vertragskosten die Umsatzsteuer auf den ganzen Nettobetrag rechnen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Übergabeprotokoll, Einweisung und Wartungsvertrag“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 8 (Übergeben und Inbetriebnehmen von Anlagensystemen); BetrSichV. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.