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Lernfeld 8 · Prüfung Teil 1

Beschläge, Schraub-, Klemm- und Steckverbindungen

Beschläge und Verbindungen im Metallbau: Bänder, Blindnietmuttern, Bohr- und Fließlochschrauben, Klemm- und Steckverbindungen, Kontaktkorrosion.

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Darum geht es

Beschläge wie Bänder, Schlösser, Riegel und Glashalter werden im Metallbau angeschweißt, angeschraubt, geklemmt oder gesteckt. Wird ein Bauteil verzinkt oder beschichtet, montiert man Beschläge danach mit Schrauben, damit die Schutzschicht unversehrt bleibt; Anschraubbänder lassen sich zudem nachstellen. Ein Torflügel braucht eine Diagonale als Druckstrebe vom unteren Band zur oberen Schlossecke, sonst hängt die Schlossseite mit der Zeit durch.

In dünnwandigen Hohlprofilen trägt ein geschnittenes Gewinde kaum. Abhilfe schaffen Blindnietmuttern, die von außen gesetzt werden, Fließlochformen, bei dem ein Durchzug mit mehreren Gewindegängen entsteht, sowie Bohr- und gewindefurchende Schrauben. Wie viele Schrauben nötig sind, ergibt sich aus der Kraft und dem zulässigen Wert je Schraube aus der Herstellertabelle; das Ergebnis wird immer aufgerundet. Bandbolzen und Gelenke prüft man auf Flächenpressung über die projizierte Fläche aus Durchmesser mal Länge.

Klemmverbindungen übertragen Kräfte durch Reibung; die Kraft hängt von Anpresskraft und Reibungszahl ab, Öl und Fett senken sie. Glas liegt immer auf elastischen Zwischenlagen, Klemmschrauben werden mit dem vorgeschriebenen Moment angezogen. Treffen verschiedene Metalle im Freien aufeinander, etwa Edelstahl, Zink und Aluminium, verhindern Isolierteile, Zwischenlagen und ablaufendes Wasser die Kontaktkorrosion.

Das solltest du dir merken

  • Nach dem Verzinken nicht mehr schweißen; Beschläge anschrauben.
  • Druckstrebe im Torflügel vom unteren Band zur oberen Schlossecke.
  • Schraubenanzahl immer aufrunden.
  • Klemmflächen sauber, trocken und mit vorgeschriebenem Moment montieren.
  • Verschiedene Metalle im Freien elektrisch trennen.

Formeln

Flächenpressung am Bolzen
Flächenpressung in N/mm², Kraft in N, Bolzendurchmesser in mm, tragende Länge in mm
Erforderliche Schraubenanzahl
Anzahl (immer aufrunden), aufzunehmende Kraft, zulässige Kraft je Schraube, beide in kN
Reibkraft einer Klemmverbindung
übertragbare Reibkraft in N, Reibungszahl, Anpresskraft in N

Typische Fehler in der Prüfung

  • Schraubenzahl abgerundet; die Verbindung ist überlastet.
  • Bei der Flächenpressung mit der Kreisfläche statt mit Durchmesser mal Länge gerechnet.
  • Diagonale als Zugstab ausgeführt, obwohl sie Druck aufnehmen soll, oder ganz weggelassen.
  • Glas ohne Zwischenlage direkt gegen Metall geklemmt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Schraubenanzahl immer aufrunden, 4,1 heißt 5. Flächenpressung am Bolzen mit d mal l, nicht mit der Kreisfläche. Druckstrebe im Torflügel läuft vom unteren Band zur oberen Schlossecke. Nach dem Verzinken schrauben, nicht schweißen.

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14 Aufgaben zu „Beschläge, Schraub-, Klemm- und Steckverbindungen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Metallbauer/-in (2002), Lernfeld 8 (Demontieren und Montieren von Baugruppen in der Werkstatt). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.