Lernfeld 13 · Prüfung Teil 2
Wartungs- und Prüflisten, Betriebsanleitungen
Prüfpflichten im Metallbau: Feststellanlagen, Panik- und Notausgangstüren, kraftbetätigte Tore, Prüflisten und Betriebsanleitungen kurz erklärt.
Darum geht es
Viele Produkte des Metallbaus sind sicherheitsrelevant und unterliegen wiederkehrenden Prüfungen. Feststellanlagen an Brand- und Rauchschutztüren prüft nach ihrer Zulassung bzw. Bauartgenehmigung der Betreiber oder eine eingewiesene Person mindestens monatlich auf Funktion; mindestens einmal jährlich kommen Prüfung und Wartung durch eine Fachkraft hinzu, nach dem Einbau eine Abnahmeprüfung. Wie die Instandhaltung abläuft, beschreibt DIN 14677. Kraftbetätigte Türen und Tore in Arbeitsstätten werden nach ASR A1.7 vor der ersten Inbetriebnahme und danach mindestens jährlich durch Sachkundige geprüft.
Bei Türen in Rettungswegen unterscheidet man Paniktürverschlüsse nach DIN EN 1125 mit Griff- oder Druckstange für Bereiche mit Publikumsverkehr und Notausgangsverschlüsse nach DIN EN 179 mit Drücker oder Stoßplatte für eingewiesene Nutzer. Geprüft wird, ob sich die Tür jederzeit ohne Schlüssel in Fluchtrichtung öffnen lässt und keine zusätzlichen Sperren angebracht sind. Rauch- und Brandschutztüren müssen selbstschließend bleiben; Keile und ausgehängte Schließer sind Mängel.
Grundlage jeder Prüfung ist die Betriebs- und Wartungsanleitung des Herstellers. Eine Prüfliste nennt je Prüfpunkt den Sollzustand, hält das Ergebnis und Messwerte fest, stuft Mängel ein und endet mit Datum und Unterschrift. Wer an ein handbetätigtes Tor einen Antrieb anbaut, wird nach Maschinenrecht Hersteller der kraftbetätigten Anlage und muss Risikobeurteilung, Kraftmessung nach DIN EN 12453, Konformitätserklärung, CE-Kennzeichnung und Betriebsanleitung liefern.
Das solltest du dir merken
- Feststellanlage monatlich durch den Betreiber, mindestens jährlich durch die Fachkraft.
- Kraftbetätigte Tore in Arbeitsstätten vor Inbetriebnahme und mindestens jährlich durch Sachkundige prüfen.
- DIN EN 1125 Panik mit Stange für die Öffentlichkeit, DIN EN 179 Notausgang mit Drücker für Eingewiesene.
- Eine Prüfliste ohne Sollzustand, Ergebnis und Unterschrift ist kein Nachweis.
- Wer Tor und Antrieb verbindet, wird Hersteller der Anlage.
Typische Fehler in der Prüfung
- Die monatliche Betreiberprüfung der Feststellanlage mit der jährlichen Fachkraftprüfung verwechselt.
- DIN EN 179 und DIN EN 1125 vertauscht; entscheidend ist, ob die Nutzer die Tür kennen.
- Den Keil an der Rauchschutztür nur entfernt, aber den Mangel nicht schriftlich gemeldet.
- Nach dem Nachrüsten eines Antriebs keine Kraftmessung und keine Konformitätserklärung erstellt.
Tipps aus der Werkstatt
- Feststellanlage: monatlich der Betreiber, mindestens jährlich die Fachkraft. Panik nach DIN EN 1125 mit Stange für Fremde, Notausgang nach DIN EN 179 mit Drücker für Eingewiesene. Wer an ein Handtor einen Antrieb baut, wird Hersteller und braucht Kraftmessung und CE.
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13 Aufgaben zu „Wartungs- und Prüflisten, Betriebsanleitungen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Metallbauer/-in (2002), Lernfeld 13a (Instandhalten von Systemen des Metall- und Stahlbaus); DIN 14677; ASR A1.7. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.