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Lernfeld 5 · Prüfung Teil 1

Dichtheitskontrolle nach F-Gase-Verordnung

Dichtheitskontrolle nach F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573: CO2-Äquivalent berechnen, Kontrollintervalle, Leckage-Erkennung und Verfahren der Lecksuche.

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Darum geht es

Fluorierte Kältemittel wie R404A, R410A oder R134a wirken als Treibhausgase tausendfach stärker als CO2. Die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 verpflichtet deshalb die Betreiber, ihre Anlagen regelmäßig auf Dichtheit kontrollieren zu lassen. Maßgebend ist nicht die Masse in Kilogramm, sondern das CO2-Äquivalent: Füllmenge mal GWP, geteilt durch 1000, ergibt Tonnen CO2-Äquivalent. 3 kg R404A mit einem GWP von 3922 ergeben fast 12 t, 3 kg R32 mit einem GWP von 675 nur rund 2 t.

Die Kontrollintervalle hängen vom CO2-Äquivalent ab. Ab 5 t wird mindestens alle 12 Monate kontrolliert, ab 50 t alle 6 Monate und ab 500 t alle 3 Monate. Ein funktionierendes Leckage-Erkennungssystem verdoppelt die Abstände; ab 500 t ist es Pflicht und wird selbst mindestens jährlich geprüft. Hermetisch geschlossene, gekennzeichnete Geräte sind unter 10 t von der Kontrollpflicht ausgenommen. Nach der Reparatur eines Lecks wird innerhalb eines Monats nachkontrolliert.

Bei der Kontrolle unterscheidet man indirekte Verfahren, die aus Drücken, Temperaturen, Verdichterstrom oder Blasen im Schauglas auf einen Verlust schließen, und direkte Verfahren wie das elektronische Lecksuchgerät oder schaumbildende Lecksuchmittel an Verbindungen, Ventilen und Lötstellen. Besteht ein Verdacht, wird direkt gesucht. Kontrollen dürfen nur zertifizierte Personen nach Verordnung (EU) 2024/2215 durchführen; das Ergebnis kommt ins Anlagenbuch.

Das solltest du dir merken

  • CO2-Äquivalent in t ist Füllmenge in kg mal GWP geteilt durch 1000.
  • Ab 5 t alle 12 Monate, ab 50 t alle 6 Monate, ab 500 t alle 3 Monate.
  • Ein Leckage-Erkennungssystem verdoppelt die Intervalle und ist ab 500 t Pflicht.
  • Nach einer Leckreparatur innerhalb eines Monats nachkontrollieren.
  • Nur zertifiziertes Personal darf Dichtheitskontrollen durchführen.

Formeln

CO2-Äquivalent
Füllmenge in kg, Treibhauspotenzial, Ergebnis in t

Typische Fehler in der Prüfung

  • Die Kontrollpflicht nach Kilogramm statt nach CO2-Äquivalent beurteilt.
  • Beim CO2-Äquivalent die Teilung durch 1000 vergessen.
  • Ein indirektes Verfahren als vollständige Lecksuche gewertet.
  • Die Nachkontrolle nach der Reparatur vergessen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Nie nach Kilogramm urteilen: Füllmenge mal GWP durch 1000 ergibt t CO2-Äquivalent. Merke 5 – 50 – 500 für 12 – 6 – 3 Monate, mit Leckage-Erkennungssystem doppelt so lang. Ab 500 t ist das System Pflicht. Nach einer Leckreparatur nicht vergessen: innerhalb eines Monats nachkontrollieren.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Dichtheitskontrolle nach F-Gase-Verordnung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Mechatroniker/-in für Kältetechnik, Lernfeld 5 (Kälte-, klima- und elektrotechnische Anlagenteile warten). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.