Lernfeld 13 · Prüfung Teil 2
Außerbetriebnahme, Einlagerung und Konservierung
Außerbetriebnahme und Einlagerung von Land-, Bau- und Kommunalmaschinen: reinigen, konservieren, Frostschutz, Kraftstoff, Batterie und Entsorgung.
Darum geht es
Viele Maschinen arbeiten nur in einer Saison: Mähdrescher und Feldspritze im Sommer, Streuer und Schneepflug im Winter, Baumaschinen stehen bei Frost oder zwischen Baustellen. Die fachgerechte Außerbetriebnahme ist vorbeugende Instandhaltung. Sie verhindert Korrosion, Frostschäden, Standschäden an Dichtungen und Batterien und macht Verschleiß sichtbar, der in der ruhigen Zeit günstiger behoben werden kann als im Einsatz.
Am Anfang steht die gründliche Reinigung: Ernterückstände, Salz und Dünger ziehen Feuchtigkeit und Nagetiere an und greifen Metall an. Danach wird abgeschmiert, blanke Teile werden konserviert, Riemen und Ketten entspannt, Hydraulikzylinder möglichst eingefahren und die Ausrüstung abgesenkt. Wasserführende Teile wie Spritzenpumpe, Armatur und Wasserpumpen werden entleert und mit Frostschutzgemisch gefüllt, Kühlsysteme auf ausreichenden Frostschutz geprüft. Dieseltanks werden voll getankt, Vergaser von Motorgeräten leer gefahren oder mit lagerstabilem Kraftstoff betrieben.
Die Batterie wird abgeklemmt oder an ein Erhaltungsladegerät angeschlossen, weil Ruheströme und Selbstentladung sie sonst tief entladen. Reifen bleiben auf Solldruck oder die Maschine wird aufgebockt. Anfallende Betriebsstoffe werden nach Altölverordnung und Kreislaufwirtschaftsgesetz getrennt gesammelt und entsorgt, Pflanzenschutzmittelreste nach der Gebrauchsanleitung verdünnt auf der Fläche ausgebracht. Bei der Wiederinbetriebnahme wird in umgekehrter Folge geprüft, gespült und nachgestellt.
Das solltest du dir merken
- Erst reinigen und trocknen, dann schmieren und konservieren.
- Dieseltank voll, Vergaser leer.
- Alles mit Wasser darin entleeren und frostsicher machen.
- Ausrüstung absenken, nie eine angehobene Last nur von der Hydraulik halten lassen.
- Altöl nie mit Bremsflüssigkeit, Kraftstoff oder Lösemitteln vermischen.
Formeln
- Standzeit bis zur halben Batterieentladung
- Kapazität in Ah, Ruhestrom in A, in h
- Kühlmittel ablassen und durch Konzentrat ersetzen
- Füllmenge des Kühlsystems, Frostschutzanteil in Prozent
Typische Fehler in der Prüfung
- Ruhestrom in mA nicht in A umgerechnet.
- Beim Frostschutz nur die Differenz der Anteile mit der Füllmenge malgenommen.
- Konservierungsmittel vor dem Reinigen aufgetragen, sodass es wieder abgewaschen wird.
- Nasse Maschine dicht abgedeckt, sodass Kondenswasser nicht abtrocknen kann.
Tipps aus der Werkstatt
- Faustregel fürs Einwintern: Diesel voll, Vergaser leer, Wasser raus, Batterie ab. Erst reinigen, dann konservieren. Ruhestrom in mA vor dem Rechnen in A umwandeln, Stunden durch 24 ergeben Tage. Altöl nie mit Bremsflüssigkeit oder Kraftstoff mischen.
Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.
13 Aufgaben zu „Außerbetriebnahme, Einlagerung und Konservierung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in (2014), Lernfeld 13 (In- und Außerbetriebnehmen und Übergeben von Maschinen, Geräten und Anlagen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.