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Lernfeld 11 · Prüfung Teil 2

Elektronische Hubwerksregelung

Elektronische Hubwerksregelung am Traktor: Lage-, Zugkraft-, Misch- und Schlupfregelung, Schwingungstilgung, Kalibrieren und sicheres Arbeiten am Hubwerk.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Die elektronische Hubwerksregelung (EHR) steuert das Heckhubwerk über ein elektrohydraulisches Regelventil. Ein Drehwinkelsensor an der Hubwelle meldet die Lage, Kraftmessbolzen in den Unterlenkern messen die Zugkraft. Aus Radarsensor und Raddrehzahl kennt die EHR außerdem den Schlupf. Am Bedienteil stellt der Fahrer Sollwert, Mischungsverhältnis, Senkgeschwindigkeit, Hubhöhenbegrenzung und Regelempfindlichkeit ein.

In der Lageregelung hält das Hubwerk das Gerät in fester Höhe zum Traktor. In der Zugkraftregelung hebt es den Pflug bei steigender Zugkraft etwas an und senkt ihn bei leichterem Boden wieder ab; die Arbeitstiefe schwankt dabei. Die Mischregelung verbindet beide. Die Schlupfregelung hebt kurz an, wenn die Räder durchdrehen, die Schwingungstilgung bewegt das Gerät bei Straßenfahrt gegen das Nicken des Traktors und verbessert so die Lenkfähigkeit.

Nach dem Tausch eines Sensors wird die EHR kalibriert: Sensor mechanisch in Grundstellung bringen, Kalibriermodus starten, Endlagen einlernen, prüfen. Unruhiges Regeln hat oft Einstellursachen wie eine zu hohe Empfindlichkeit oder einen falsch eingestellten Pflug. Sinkt ein Gerät bei stehendem Motor ab, liegt eine Leckage im Ventil, Zylinder oder an Verschraubungen vor. Ein angehobenes Gerät wird nie nur von der Hydraulik gehalten, wenn jemand darunter arbeitet.

Das solltest du dir merken

  • Lageregelung nutzt den Lagesensor, Zugkraftregelung die Kraftmessbolzen.
  • In der Zugkraftregelung hebt das Hubwerk bei schwerem Boden an.
  • Schlupf bezieht sich auf die theoretische Geschwindigkeit aus der Raddrehzahl.
  • Hubwerk nur von außerhalb des Bereichs zwischen Traktor und Gerät bedienen.
  • Nach Sensortausch kalibrieren, sonst stimmen Endlagen und Anzeige nicht.

Formeln

Radschlupf
Geschwindigkeit aus Raddrehzahl und Abrollumfang, Geschwindigkeit über Grund
Theoretische Fahrgeschwindigkeit
Raddrehzahl in 1/min, Abrollumfang in m, in km/h
Kolbenkraft der Hubzylinder
Druck, Kolbenfläche; bei zwei Zylindern die Kraft verdoppeln

Typische Fehler in der Prüfung

  • Den Schlupf auf die Radargeschwindigkeit statt auf die theoretische Geschwindigkeit bezogen.
  • Die Zylinderkraft mit der Hubkraft an den Koppelpunkten gleichgesetzt.
  • Absinken bei stehendem Motor einem verstellten Sensor zugeschrieben statt einer Leckage.

Tipps aus der Werkstatt

  • Lageregelung braucht den Lagesensor, Zugkraftregelung die Kraftmessbolzen. Schlupf immer auf die theoretische Geschwindigkeit aus der Raddrehzahl beziehen. Sinkt das Gerät bei stehendem Motor ab, ist das eine Leckage und kein Sensorfehler.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Elektronische Hubwerksregelung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in (2014), Lernfeld 11 (Prüfen und Instandsetzen von komplexen Steuerungs- und Regelungssystemen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.