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Lernfeld 9 · Prüfung Teil 2

Vorrichtungen, Schablonen und Zuschnittoptimierung

Vorrichtungen und Schablonen im Blechbau: Bestimmen und Spannen, 3-2-1-Regel, Schweißvorrichtungen, Schachteln von Zuschnitten und Ausnutzungsgrad.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Vorrichtungen halten Werkstücke für Heften, Schweißen, Bohren oder Biegen in einer festen, wiederholbaren Lage. Dabei wird zuerst bestimmt und dann gespannt. Ein frei beweglicher Körper hat sechs Freiheitsgrade. Nach der 3-2-1-Regel liegen drei Punkte auf der Hauptfläche, zwei an einer Seite und einer an der Stirn. Mehr Bestimmpunkte führen zur Überbestimmung, das Teil verspannt sich oder liegt nicht sicher an. Bei zwei Bestimmbohrungen nimmt man deshalb einen runden und einen abgeflachten Rautenbolzen.

Eine gute Schweißvorrichtung macht alle Nähte zugänglich, hält Spannelemente aus dem Nahtbereich, ist gegen Spritzer geschützt und lässt die Baugruppe trotz Schweißverzug wieder heraus. Schablonen sind die einfache Lösung für kleine Stückzahlen: Anreiß- und Bohrschablonen übertragen Konturen und Lochbilder, Prüfschablonen kontrollieren Winkel und Radien. Ob sich eine Vorrichtung lohnt, zeigt der Vergleich ihrer Kosten mit der Zeitersparnis je Stück.

Beim Zuschnitt verteilt das Schachtelprogramm die Teile so auf der Tafel, dass möglichst wenig Abfall bleibt. Der Ausnutzungsgrad ist die Fläche aller Teile geteilt durch die Tafelfläche. Stege, Randstreifen, Spannpratzen und eine vorgeschriebene Lage zur Walzrichtung kosten Fläche. Gemeinsame Schnitte und kleine Teile in Innenausschnitten sparen sie. Übliche Tafelformate sind 1000 × 2000, 1250 × 2500 und 1500 × 3000 mm.

Das solltest du dir merken

  • Erst bestimmen, dann spannen; die Spannkraft drückt das Teil gegen die Anschläge.
  • Sechs Freiheitsgrade, 3-2-1-Regel, keine Überbestimmung.
  • Spanner nie auf die Nahtvorbereitung, Ausheber für verzogene Teile vorsehen.
  • Ausnutzungsgrad gleich Teilefläche durch Tafelfläche; angefangene Teile zählen nicht.
  • Biegekanten möglichst quer zur Walzrichtung legen, auch wenn es etwas Fläche kostet.

Formeln

Ausnutzungsgrad einer Tafel
Anzahl Teile, Fläche eines Teils, Fläche der Tafel, beide in derselben Einheit
Teile je Reihe
Tafelbreite, Teilbreite, Stegbreite; das Ergebnis wird auf ganze Teile abgerundet

Typische Fehler in der Prüfung

  • Teile je Reihe aufgerundet, obwohl ein angefangenes Teil nicht geschnitten werden kann.
  • Tafelfläche in m² und Teilefläche in mm² miteinander verrechnet.
  • Zwei runde Bestimmbolzen vorgesehen; das Teil lässt sich bei Lochabstandsabweichung nicht aufsetzen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Beim Ausnutzungsgrad erst die Teile je Reihe abrunden, denn ein angefangenes Teil kann man nicht schneiden. Dann Teilefläche mal Stückzahl durch Tafelfläche, beides in derselben Einheit. In der Vorrichtung gilt 3-2-1: sechs Freiheitsgrade nehmen, keinen doppelt.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Vorrichtungen, Schablonen und Zuschnittoptimierung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Konstruktionsmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 9 (Herstellen von Konstruktionen aus Blechbauteilen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.