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Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2

Änderungen planen und Fremdleistungen einbinden

Umbauten an Stahlkonstruktionen planen: Abstützung, Heißarbeiten im Bestand, Fremdleistungen, Absturzsicherung und Ausführungsklasse.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Ein Umbau im Bestand wird anders geplant als ein Neubau. Tragende Teile werden nie unter Last gelöst: Der Tragwerksplaner legt Hilfsstützen und Ablauf fest, die Last wird abgefangen, dann wird getauscht und erst nach Freigabe zurückgebaut. Neue Anschlüsse werden möglichst geschraubt, weil das Heißarbeiten vermeidet, lösbar bleibt und ohne geklärte Schweißeignung des Altstahls auskommt. Bohrungen in Trägerflanschen schwächen den Querschnitt und brauchen eine Freigabe; Trägerklemmen sind eine Alternative mit eigenem Nachweis.

Schweißen, Brennschneiden und Trennschleifen in Hallen mit brennbaren Stoffen sind feuergefährliche Arbeiten. Sie brauchen einen Erlaubnisschein, das Entfernen oder Abdecken brennbarer Stoffe, Löschmittel, eine Brandwache und eine Nachkontrolle über mehrere Stunden. An verzinkten Teilen wird der Zink im Nahtbereich abgeschliffen, der Rauch abgesaugt und der Überzug danach ausgebessert. Wird ein Geländer abgebaut, sorgen Seitenschutz, Hubarbeitsbühne oder PSA gegen Absturz für Sicherheit, technische Maßnahmen haben Vorrang.

Viele Leistungen kommen von Fremdfirmen: Statik, Feuerverzinken, Beschichten, Kran, Gerüst, Prüfstellen. Mit jeder werden Schnittstellen abgestimmt, etwa Kesselmaße, Farbton, Hakenlast oder Prüfumfang, und ihre Termine kommen in den Ablaufplan. Läuft der Betrieb des Kunden weiter, werden Arbeitsbereiche abgesperrt, gefährliche Arbeiten in Zeitfenster gelegt und Fluchtwege freigehalten. Für neue tragende Teile gilt die Ausführungsklasse, die der Tragwerksplaner festlegt, meist wie beim Bestand.

Das solltest du dir merken

  • Tragende Bauteile erst abstützen und entlasten, dann lösen.
  • Heißarbeiten im Bestand nur mit Erlaubnisschein, Brandwache und Nachkontrolle.
  • Schrauben statt schweißen, wo es geht.
  • Fremdleistungen mit Schnittstellen und Terminen in den Ablaufplan aufnehmen.
  • Technischer Absturzschutz geht vor persönlicher Schutzausrüstung.

Formeln

Auflagerkraft bei Einzellast
Einzellast, Stützweite, Abstand der Last vom Auflager A;

Typische Fehler in der Prüfung

  • Bei der Auflagerkraft den Hebelarm zum falschen Auflager genommen.
  • Auf verzinkten Bestandsträgern ohne Abschleifen und Absaugung geschweißt.
  • Nach dem Schweißen die Brandwache sofort abgezogen.
  • Die Lieferzeit einer Fremdleistung nicht eingeplant.

Tipps aus der Werkstatt

  • Tragende Teile erst abstützen, dann lösen. Schweißen im Bestand nur mit Erlaubnisschein, Brandwache und Nachkontrolle; auf Zink vorher blank schleifen und absaugen. Bei der Auflagerkraft F_A gehört der Abstand der Last zum anderen Auflager in den Zähler.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Änderungen planen und Fremdleistungen einbinden“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Konstruktionsmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 14 (Ändern und Anpassen von Produkten der Konstruktionstechnik); DGUV Regel 100-500. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.