Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2
Kundengespräch, Übergabe und Dokumentation
Kundengespräch, Präsentation und Übergabe im Metallbau: aktives Zuhören, Frageformen, Abnahme, Mängelfristen, Unterlagen und Hinweise.
Darum geht es
Gute Gespräche beginnen mit Zuhören. Aktives Zuhören heißt, den Kunden ausreden zu lassen, das Verstandene zusammenzufassen und nachzufragen. Offene Fragen bringen Informationen über Nutzung und Wünsche, geschlossene und Alternativfragen führen zu Entscheidungen, Kontrollfragen sichern das Verständnis. Ich-Botschaften beschreiben die eigene Sicht ohne Vorwurf und helfen gerade bei Reklamationen, die sachlich aufgenommen und vor Ort geklärt werden.
Bei der Präsentation einer Lösung zeigen Skizze, Foto oder 3D-Modell schneller als Worte, was sich ändert. Fachbegriffe werden erklärt, Normen nur genannt, wenn sie für die Entscheidung wichtig sind. Bei der Übergabe erklärt der Monteur die Änderungen am Bauteil, übergibt Prüfprotokolle und geänderte Zeichnungen und weist auf Konsequenzen hin, etwa die zulässige Nutzlast auf dem Belastungsschild, Geländer, die nicht entfernt werden dürfen, und notwendige Kontrollen von Beschichtung, Schrauben und Entwässerung.
Mit der Abnahme geht die Gefahr auf den Auftraggeber über, die Vergütung wird fällig und die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beginnt, für Bauwerke nach VOB/B in der Regel vier Jahre, nach BGB fünf Jahre. Bekannte Mängel kommen mit Frist ins Abnahmeprotokoll. Unterschrieben wird erst, wenn der Kunde alles gesehen und seine Fragen gestellt hat.
Das solltest du dir merken
- Erst zuhören und zusammenfassen, dann Lösungen vorschlagen.
- Offen fragen, um zu verstehen; geschlossen fragen, um festzulegen.
- Konsequenzen einer Änderung schriftlich im Übergabeprotokoll festhalten.
- Die Nutzlast gilt für gleichmäßig verteilte Last, nicht für eine schwere Einzellast.
- Mit der Abnahme beginnt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche.
Formeln
- Zulässige Gesamtlast einer Bühne
- Nutzlast in kN/m², Bühnenfläche in m²,
Typische Fehler in der Prüfung
- Dem Kunden eine Lösung vorgeschlagen, bevor sein Problem verstanden war.
- Bei einer Reklamation die Schuld sofort dem Kunden gegeben.
- Abnahmeprotokoll ohne die bekannten kleinen Mängel unterschrieben.
- Kilonewton direkt als Tonnen angegeben, ohne durch g zu teilen.
Tipps aus der Werkstatt
- Erst zuhören und mit eigenen Worten zusammenfassen, dann Lösungen vorschlagen. Bei der Übergabe Nutzlast, Belastungsschild und Grenzen der Änderung erklären. Mit der Abnahme beginnt die Mängelfrist, nach VOB/B für Bauwerke vier Jahre, nach BGB fünf.
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12 Aufgaben zu „Kundengespräch, Übergabe und Dokumentation“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Konstruktionsmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 14 (Ändern und Anpassen von Produkten der Konstruktionstechnik); VOB/B, BGB. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.