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Lernfeld 10 · Prüfung Teil 2

CAD, Fertigungsunterlagen und Kosten

CAD und Kalkulation im Stahlbau: 3D-Modell, Fertigungsunterlagen, Austauschformate, Änderungswesen, Urheberrecht und Herstellkosten.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Im Stahl- und Metallbau entsteht zuerst ein 3D-Modell mit Achsraster und Höhenkoten. Daraus leitet das CAD Übersichtszeichnung, Werkstattzeichnungen, Stücklisten und Montagepläne ab. Positionsnummern verbinden Zeichnung, Liste und Bauteil. Die Profile gehen als DSTV-NC-Daten an die Säge-Bohr-Anlage, Blechteile als DXF an Laser oder Brennschneider, Gebäudemodelle als IFC an andere Planer. Kollisionsprüfungen im Modell finden Fehler, bevor Stahl geschnitten wird.

Ändert sich nach der Freigabe etwas, wird das Modell angepasst, alle betroffenen Unterlagen bekommen einen neuen Änderungsindex, und alte Fassungen werden eingezogen. Zeichnungen, Modelle und Software sind urheberrechtlich geschützt. Auch frei herunterladbare Herstellermodelle dürfen nur nach den Lizenzbedingungen genutzt werden.

Die Kosten ermittelt der Betrieb meist mit der Zuschlagskalkulation. Materialeinzelkosten plus Materialgemeinkosten ergeben die Materialkosten, Fertigungslöhne plus Fertigungsgemeinkosten die Fertigungskosten. Beide zusammen sind die Herstellkosten. Mit Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten entstehen die Selbstkosten, mit Gewinn der Nettoangebotspreis, mit Umsatzsteuer der Bruttopreis. Die Materialmenge kommt aus der Stückliste, die Fertigungszeit aus Vorgabe- oder Erfahrungswerten. Teure Anlagen wie Säge-Bohr-Linien werden oft über Maschinenstundensätze abgerechnet.

Das solltest du dir merken

  • Erst das Modell, dann alle Unterlagen daraus ableiten; nie eine Ansicht losgelöst ändern.
  • DSTV-NC für Profile, DXF für Blechkonturen, IFC für Gebäudemodelle.
  • Jede Änderung bekommt einen Index, alte Zeichnungen werden eingezogen.
  • Zuschläge immer auf die zugehörigen Einzelkosten rechnen.
  • Herstellkosten gleich Materialkosten plus Fertigungskosten.

Formeln

Herstellkosten
Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne, Zuschlagssätze als Dezimalzahl
Angebotspreis
Selbstkosten, Gewinnzuschlag, Umsatzsteuersatz, jeweils als Dezimalzahl
Zeichnungsmaß
wahre Länge, Maßstabszahl, etwa 50 bei 1:50

Typische Fehler in der Prüfung

  • Gemeinkostenzuschläge auf die Summe aus Material und Lohn gerechnet.
  • Fertigungsgemeinkosten zum Lohn addiert, aber den Lohn selbst vergessen.
  • Im verkleinerten Maßstab das Zeichnungsmaß statt des wahren Maßes eingetragen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Zuschlagskalkulation: Materialgemeinkosten auf das Material, Fertigungsgemeinkosten auf den Lohn, nie auf die Summe. Material plus Fertigung sind die Herstellkosten. Profile gehen als DSTV-NC an die Säge-Bohr-Anlage, und nach jeder Änderung bekommt die Zeichnung einen neuen Index.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „CAD, Fertigungsunterlagen und Kosten“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Konstruktionsmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 10 (Herstellen von Konstruktionen aus Profilen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.