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Lernfeld 7 · Prüfung Teil 2

Kupplung

Kupplung im Pkw: Aufbau der Einscheiben-Trockenkupplung, Ausrücksystem, Zweimassenschwungrad, Fehlerbilder und fachgerechter Austausch.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Die Kupplung verbindet den Motor mit dem Getriebe und trennt ihn zum Anfahren und Schalten. Im Pkw ist meist eine Einscheiben-Trockenkupplung verbaut: Die Tellerfeder im Kupplungsdeckel presst die Druckplatte und damit die Kupplungsscheibe gegen das Schwungrad. Die Scheibe sitzt mit ihrer Nabe auf der Getriebeeingangswelle und reibt auf beiden Seiten. Getrennt wird hydraulisch: Der Geberzylinder am Pedal drückt über den Nehmerzylinder oder einen Zentralausrücker das Ausrücklager gegen die Tellerfederzungen.

Das übertragbare Drehmoment hängt von Anpresskraft, Reibzahl, mittlerem Reibradius und der Zahl der Reibflächen ab. Sinkt die Reibzahl durch Öl auf dem Belag oder ist der Belag abgefahren, rutscht die Kupplung: Die Drehzahl steigt, ohne dass das Auto schneller wird. Trennt die Kupplung nicht vollständig, etwa durch Luft im Ausrücksystem, kratzen die Gänge. Rupfen beim Anfahren entsteht durch verölte oder verglaste Beläge, eine klemmende Scheibe oder weiche Motorlager.

Viele Motoren haben ein Zweimassenschwungrad, das Drehschwingungen vom Getriebe fernhält. Es verschleißt und wird beim Kupplungswechsel nach Herstellerangabe auf Freiwinkel und Kippspiel geprüft. Beim Austausch werden Scheibe, Druckplatte und Ausrücklager als Satz erneuert, die Scheibe mit dem Zentrierdorn ausgerichtet und die Druckplatte über Kreuz angezogen. Vorher wird immer die Ursache gesucht, zum Beispiel ein undichter Kurbelwellendichtring.

Das solltest du dir merken

  • Die Tellerfeder erzeugt die Anpresskraft, das Ausrücklager nimmt sie beim Treten weg.
  • Rutschen heißt Drehzahl ohne Vortrieb; Kratzen beim Schalten heißt, die Kupplung trennt nicht.
  • Kupplungsscheibe, Druckplatte und Ausrücklager werden als Satz getauscht.
  • Die Scheibe wird mit dem Zentrierdorn ausgerichtet, die Druckplatte über Kreuz angezogen.
  • Vor dem Einbau die Ölquelle beseitigen, sonst ist der neue Belag bald wieder verölt.

Formeln

Übertragbares Drehmoment der Kupplung
Anpresskraft in N, Reibzahl, mittlerer Reibradius in m, Zahl der Reibflächen
Mittlerer Reibradius
Außendurchmesser und Innendurchmesser des Belags

Typische Fehler in der Prüfung

  • Nur eine Reibfläche gerechnet, obwohl die Scheibe auf beiden Seiten reibt.
  • Den Reibradius in Millimeter statt in Meter eingesetzt.
  • Rutschen und Nichttrennen verwechselt und deshalb das Ausrücksystem statt der Beläge geprüft.
  • Die Kupplung getauscht, ohne die Ursache für den verölten Belag zu beseitigen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Rutschen oder nicht trennen? Steigt die Drehzahl ohne Vortrieb, rutscht die Kupplung, dann zuerst die Beläge und die Ölquelle prüfen. Kratzen die Gänge, trennt sie nicht, dann zuerst das Ausrücksystem. Und beim Drehmoment nie die zweite Reibfläche vergessen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Kupplung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 7 (Verschleißbehaftete Baugruppen und Systeme instand setzen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.