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Lernfeld 5 · Prüfung Teil 1

Schmiersystem und Ölwechsel

Schmiersystem und Ölwechsel: Druckumlaufschmierung, Ölpumpen, Filter, SAE-Klassen, Freigaben, Ölverbrauch, Ölverdünnung und Altöl.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Bei der Druckumlaufschmierung saugt die Ölpumpe das Öl über ein Sieb aus der Ölwanne und drückt es durch Filter und gegebenenfalls Ölkühler in den Hauptölkanal zu Kurbelwellen-, Pleuel- und Nockenwellenlagern sowie zum Turbolader. Spritzdüsen kühlen die Kolbenböden. Ein Überdruckventil begrenzt den Druck bei kaltem Öl, das Umgehungsventil im Filter öffnet, wenn der Filter verstopft ist. Der Öldruckschalter meldet zu niedrigen Druck über die rote Kontrollleuchte; dann muss der Motor sofort abgestellt werden. Moderne Pumpen sind geregelt und fördern nur so viel wie nötig.

Motoröl wird nach Viskosität und Leistungsklasse ausgewählt. Nach SAE J300 beschreibt bei 5W-30 die Zahl vor dem W das Kälteverhalten, die Zahl dahinter die Viskosität bei Betriebstemperatur. Leistungsklassen nach API und ACEA beschreiben die Qualität; für Fahrzeuge mit Partikelfilter braucht man aschearme Öle, etwa ACEA C. Entscheidend ist immer die Freigabe des Herstellers. Ein Öl ohne Freigabe wird nicht eingefüllt.

Beim Ölwechsel lässt man das warme Öl ab, setzt die Ablassschraube mit neuem Dichtring und Drehmoment nach Herstellerangabe ein, erneuert den Filter und füllt die vorgeschriebene Menge ein. Nach einem Probelauf wird der Stand kontrolliert. Steigt der Ölstand bei einem Diesel mit Partikelfilter, ist oft Kraftstoff durch abgebrochene Regenerationen ins Öl gelangt (Ölverdünnung). Altöl wird nach der Altölverordnung getrennt gesammelt und nicht mit anderen Stoffen vermischt.

Das solltest du dir merken

  • Rote Öldruckleuchte heißt sofort anhalten und Motor abstellen.
  • Bei SAE 5W-30 gilt die erste Zahl für Kälte, die zweite für Betriebstemperatur.
  • Es zählt die Herstellerfreigabe, nicht nur die Viskositätsklasse.
  • Steigender Ölstand ist ein Warnsignal für Kraftstoff oder Kühlmittel im Öl.
  • Altöl nie mit Bremsflüssigkeit, Kühlmittel oder Lösemitteln mischen.

Formeln

Ölverbrauch je 1000 km
nachgefüllte Ölmenge in l, gefahrene Strecke in km

Typische Fehler in der Prüfung

  • Den Ölstand direkt nach dem Einfüllen ohne Probelauf und Wartezeit abgelesen.
  • Ein Öl nur nach der Viskositätsklasse ausgewählt und die Freigabe nicht geprüft.
  • Die erste Zahl der SAE-Klasse als Temperaturgrenze in °C gelesen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Bei 5W-30 ist die 5 kein Minusgrad, sondern die Kälteklasse, die 30 die Viskosität bei Betriebstemperatur. Entscheidend ist aber die Herstellerfreigabe auf dem Gebinde. Steigt der Ölstand beim Diesel mit Partikelfilter, denk an Ölverdünnung durch abgebrochene Regenerationen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Schmiersystem und Ölwechsel“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 5 (Inspektionen und Zusatzarbeiten durchführen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.