Lernfeld 3 · Prüfung Teil 1
Beleuchtung und Stromlaufplan
Beleuchtung und Stromlaufplan im Kfz: Klemmenbezeichnungen nach DIN 72552, Relais mit 30, 85, 86, 87, aufgelöste Darstellung und systematische Fehlersuche.
Darum geht es
Die Klemmenbezeichnungen nach DIN 72552 gelten herstellerübergreifend: 30 ist Dauerplus von der Batterie, 15 Plus nach dem Zündschalter, 31 Masse und 50 die Ansteuerung des Starters. Für die Beleuchtung stehen 56a für Fernlicht, 56b für Abblendlicht, 58 für Begrenzungs-, Schluss- und Kennzeichenleuchten und 54 für das Bremslicht. Die Leitungsfarben sind dagegen nur Beispiele und unterscheiden sich je nach Hersteller; im Plan steht eine Angabe wie 1,5 sw/rt für Querschnitt und Farbe.
Relais schalten mit einem kleinen Steuerstrom einen großen Laststrom. Die Spule liegt zwischen 85 und 86, der Arbeitskontakt verbindet 30 mit 87, beim Wechsler gibt es zusätzlich den Ruhekontakt 87a. Eine Freilaufdiode parallel zur Spule begrenzt die Induktionsspannung beim Abschalten. Im Stromlaufplan in aufgelöster Darstellung liegen die Plusleitungen oben, die Masse unten; die Strompfade stehen senkrecht nebeneinander und sind nummeriert, Verweise zeigen, wo eine Leitung weitergeht.
Bei der Fehlersuche wird der Stromweg im Plan verfolgt und in Abschnitte geteilt: Sicherung, Schalter oder Relais, Steckverbinder, Verbraucher, Massepunkt. Fallen beide Seiten gleichzeitig aus, liegt der Fehler meist in einem gemeinsamen Teil des Stromkreises; fällt nur eine Seite aus, eher in deren eigenem Zweig. Jeder Abschnitt wird mit einer Messung bestätigt, statt Teile auf Verdacht zu tauschen. In modernen Fahrzeugen schalten oft Steuergeräte die Beleuchtung; dann gehören Fehlerspeicher und Messwerte des Steuergeräts zur Diagnose dazu.
Das solltest du dir merken
- 30 Dauerplus, 15 nach Zündung, 31 Masse, 50 Starter.
- Relaisspule 85 und 86, Arbeitskontakt 30 nach 87.
- Im Stromlaufplan Plus oben, Masse unten, Strompfade senkrecht.
- Beide Seiten aus, gemeinsamen Teil des Stromkreises prüfen.
- Jeden Abschnitt des Stromwegs mit einer Messung bestätigen.
Formeln
- Strom mehrerer paralleler Lampen
- , Leistungen der Lampen in W, Bordnetzspannung in V
Typische Fehler in der Prüfung
- Leitungsfarben für genormt gehalten.
- Steuerkreis 85/86 und Laststromkreis 30/87 vertauscht.
- Bei beidseitigem Ausfall nur die Lampen getauscht.
Tipps aus der Werkstatt
- Merksatz für das Relais: Die Spule hängt an 85 und 86, die Last geht von 30 nach 87. Fallen beide Scheinwerfer zugleich aus, such im gemeinsamen Teil des Stromlaufplans, also Schalter, Relais, Zuleitung oder gemeinsame Sicherung, statt zuerst beide Lampen zu tauschen.
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12 Aufgaben zu „Beleuchtung und Stromlaufplan“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 3 (Funktionsstörungen identifizieren und beseitigen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.