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Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2

Elektronik nachrüsten

Elektronik im Pkw fachgerecht nachrüsten: Strom und Absicherung, Leitungsquerschnitt, Klemmen nach DIN 72552, Relais, Ruhestrom und Codierung.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Ob Anhängevorrichtung, Rückfahrkamera, Zusatzscheinwerfer oder Dashcam: Jede Nachrüstung beginnt mit der Frage, ob der Hersteller ein passendes Paket freigibt und welche Steuergeräte danach codiert werden müssen. Moderne Fahrzeuge überwachen Leuchten und Verbraucher über ihre Steuergeräte und Bussysteme. Ein fahrzeugspezifischer Elektrosatz meldet etwa den Anhänger an Bordnetzsteuergerät, ESP und Einparkhilfe. Abgriffe an CAN-Leitungen oder an Leitungen von Rückhaltesystemen sind tabu.

Elektrisch wird zuerst der Strom aus der Leistung bestimmt. Danach richten sich Sicherung und Leitungsquerschnitt. Die Sicherung schützt die Leitung und sitzt darum möglichst nah an der Spannungsquelle. Der Querschnitt wird so gewählt, dass sich die Leitung nicht unzulässig erwärmt und der Spannungsfall klein bleibt. Große Ströme schaltet ein Relais: Die Spule liegt an den Klemmen 85 und 86, der Laststrom fließt von 30 nach 87. Ob der Verbraucher an Klemme 30 (Dauerplus) oder 15 (Zündungsplus) gehört, entscheidet, ob er im Stand weiterläuft.

Leitungen werden mit Kantenschutz, Tüllen und Befestigung verlegt, fern von heißen und beweglichen Teilen, Verbindungen dicht mit Quetschverbinder und Schrumpfschlauch. Nach der Nachrüstung folgen Codierung, Funktionsprüfung und Fehlerspeicher. Ist die Batterie danach im Stand schnell leer, hilft eine Ruhestrommessung mit der Gleichstromzange nach Eintritt der Busruhe; durch Ziehen der Sicherungen wird der Verbraucher eingegrenzt.

Das solltest du dir merken

  • Erst Herstellerfreigabe und Codierbedarf klären, dann bestellen.
  • Die Sicherung schützt die Leitung und sitzt am Leitungsanfang.
  • Klemme 30 Dauerplus, 15 Zündungsplus, 31 Masse, 50 Starter.
  • Am Relais schaltet 85/86 die Spule, 30/87 die Last.
  • Ruhestrom erst nach der Busruhe messen.

Formeln

Strom aus der Leistung
Leistung in W, Bordnetzspannung in V
Leitungswiderstand
spezifischer Widerstand (Kupfer 0,0178 Ω·mm²/m), Länge in m, Querschnitt in mm²
Spannungsfall
Strom in A, Leitungswiderstand in Ω
Standzeit bei Ruhestrom
in Ah, in A, in h

Typische Fehler in der Prüfung

  • Die Sicherung am Verbraucher statt am Leitungsanfang eingebaut.
  • Beim Ruhestrom mA nicht in A umgerechnet.
  • Einen Verbraucher an Klemme 30 angeschlossen, der nur bei Zündung arbeiten soll.
  • Den Ruhestrom sofort nach dem Verriegeln abgelesen, bevor die Steuergeräte schlafen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Die Sicherung schützt die Leitung, nicht das Gerät, darum gehört sie an den Anfang der Leitung bei der Batterie. Und überleg vor jedem Anschluss: Klemme 30 läuft auch im Stand, Klemme 15 nur mit Zündung. Eine Dashcam an 30 ist der Klassiker für die leere Batterie am Montagmorgen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Elektronik nachrüsten“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 14 (Systeme und Komponenten aus-, um- und nachrüsten). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.