Zum Inhalt springen
myLernwerk

Lernfeld 1 · Prüfung Teil 1

Wartung nach Herstellervorgaben

Wartung nach Herstellervorgaben: feste und flexible Serviceintervalle, Wartungsplan über die FIN, Servicenachweis, Garantie, Kulanz und Gewährleistung.

12 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Jedes Fahrzeug wird nach einem Wartungsplan des Herstellers gewartet. Darin steht, welche Prüfpunkte zu welcher Inspektion gehören und wann Verschleißteile und Betriebsstoffe gewechselt werden. Weil sich Umfang und Intervalle je nach Motor, Getriebe und Ausstattung unterscheiden, ruft man den Plan im Werkstattsystem über die FIN genau für dieses Fahrzeug ab. Für jede Arbeit gibt der Hersteller eine Vorgabezeit an, oft in Arbeitswerten.

Es gibt feste Intervalle in Kilometern und Monaten und flexible Intervalle, bei denen das Steuergerät aus Fahrprofil, Öltemperatur und Kaltstarts die Restlaufzeit berechnet, bis zu einer Obergrenze. Bei Angaben wie „km oder Jahre“ gilt immer die Grenze, die zuerst erreicht wird. Manche Arbeiten hängen nur von der Zeit ab, etwa der Wechsel der Bremsflüssigkeit, weil sie auch im stehenden Fahrzeug Wasser aufnimmt. Auch ein Zahnriemen altert, wenn das Auto wenig fährt.

Eine Inspektion beginnt mit der Annahme und einem unterschriebenen Auftrag. Gefundene Mängel außerhalb des Auftrags werden dem Kunden gemeldet, repariert wird erst nach seiner Freigabe. Zum Schluss wird die Serviceanzeige zurückgesetzt und der Servicenachweis mit Datum, Kilometerstand und Umfang eingetragen. Das ist wichtig für Garantie und Kulanz, die der Hersteller freiwillig gewährt und an eine Wartung nach Plan knüpfen darf. Die gesetzliche Gewährleistung des Verkäufers ist davon zu unterscheiden.

Das solltest du dir merken

  • Den Wartungsplan immer über die FIN abrufen, nicht nur über das Modell.
  • Bei „km oder Jahre“ gilt die Grenze, die zuerst erreicht wird.
  • Bremsflüssigkeit und Zahnriemen altern auch ohne Fahrleistung.
  • Zusätzliche Reparaturen nur nach Freigabe des Kunden ausführen.
  • Serviceanzeige erst zurücksetzen, wenn alle Arbeiten erledigt sind.

Formeln

Zeit bis zum nächsten Service nach Laufleistung
Kilometerintervall, Fahrleistung je Jahr, in Monaten; mit der Zeitgrenze vergleichen

Typische Fehler in der Prüfung

  • Nur die Kilometer betrachtet und die Zeitgrenze übersehen.
  • Garantie, Kulanz und gesetzliche Gewährleistung verwechselt.
  • Serviceanzeige vor Abschluss der Arbeiten zurückgesetzt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Bei „km oder Jahre“ gilt immer, was zuerst eintritt. Ein Auto mit 96 000 km und zehneinhalb Jahren braucht seinen Zahnriemen trotzdem, wenn der Plan 10 Jahre sagt. Und die Serviceanzeige setzt du erst zurück, wenn wirklich alles erledigt ist.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

12 Aufgaben zu „Wartung nach Herstellervorgaben“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 1 (Fahrzeuge und Systeme nach Vorgaben warten und inspizieren). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.