Lernfeld 12 · Prüfung Teil 2
Tachograph und Lenk- und Ruhezeiten
Digitaler Tachograph: Karten, Prüfung nach § 57b StVZO, Kalibrierung mit Wegimpulszahl und Reifenumfang und die Lenk- und Ruhezeiten nach EU-Recht.
Darum geht es
Der Tachograph zeichnet Geschwindigkeit, Wegstrecke und die Tätigkeiten des Fahrers auf. Er sorgt dafür, dass die Lenk- und Ruhezeiten eingehalten und kontrolliert werden können. Grundlage ist die Verordnung (EU) Nr. 165/2014; neue Fahrzeuge haben den intelligenten Tachographen mit Satellitenortung und Fernabfrage. Es gibt vier Karten: Fahrerkarte, Unternehmenskarte, Werkstattkarte und Kontrollkarte. Nach § 4 Fahrpersonalverordnung lädt das Unternehmen die Daten der Fahrerkarte spätestens alle 28 Tage und die des Massenspeichers spätestens alle drei Monate herunter.
Die Lenk- und Ruhezeiten regelt die Verordnung (EG) Nr. 561/2006. Sinngemäß gilt: höchstens 9 Stunden Lenkzeit am Tag, zweimal pro Woche 10 Stunden; nach 4,5 Stunden Lenkzeit 45 Minuten Pause, teilbar in 15 und 30 Minuten; höchstens 56 Stunden in der Woche und 90 Stunden in zwei aufeinanderfolgenden Wochen; tägliche Ruhezeit 11 Stunden, die bis zu dreimal zwischen zwei Wochenruhezeiten auf 9 Stunden verkürzt werden darf.
Für die Werkstatt ist die Technik wichtig. Nach § 57b StVZO muss der Tachograph mindestens alle zwei Jahre sowie nach Reparaturen, nach Änderung der Wegimpulszahl oder des Reifenumfangs geprüft werden, nur von dafür anerkannten Werkstätten mit Werkstattkarte. Dabei werden Wegimpulszahl des Fahrzeugs, Gerätekonstante und wirksamer Reifenumfang abgeglichen und ein Einbauschild angebracht. Der Geber am Getriebe ist gegen Manipulation verplombt und kryptografisch mit dem Gerät gekoppelt.
Das solltest du dir merken
- Tachograph-Prüfung nach § 57b StVZO mindestens alle zwei Jahre und nach Änderungen.
- Nur anerkannte Werkstätten mit Werkstattkarte dürfen prüfen und kalibrieren.
- Lenkzeit höchstens 9 Stunden am Tag, nach 4,5 Stunden 45 Minuten Pause.
- Fahrerkarte spätestens alle 28 Tage, Massenspeicher spätestens alle drei Monate herunterladen.
- Nach einem Reifenwechsel auf andere Größe muss neu kalibriert werden.
Formeln
- Wegimpulszahl
- Anzahl der Impulse, Messstrecke in km, in Imp/km
- Strecke aus dem Reifenumfang
- wirksamer Reifenumfang in m, Anzahl der Radumdrehungen
Typische Fehler in der Prüfung
- Reifen auf eine andere Größe umgerüstet, ohne den Tachographen prüfen zu lassen.
- Die Pause von 45 Minuten in drei Teile aufgeteilt.
- Plomben am Geber gelöst, ohne zur Prüfung berechtigt zu sein.
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ZufallszahlenEin Fahrer ist in der vergangenen Woche gefahren, in der laufenden Woche bisher . Bestimmen Sie, wie viele Stunden er in der laufenden Woche höchstens noch lenken darf (Wochenhöchstwert , zwei aufeinanderfolgende Wochen zusammen ).
Tipps aus der Werkstatt
- Merkhilfe für die Lenkzeiten: 4,5 Stunden fahren, dann 45 Minuten Pause, teilbar nur in 15 plus 30 Minuten und in dieser Reihenfolge. Höchstens 9 Stunden am Tag, zweimal pro Woche 10. Woche höchstens 56, Doppelwoche höchstens 90 Stunden.
- Der Tachograph muss mindestens alle zwei Jahre geprüft werden und zusätzlich nach Reparaturen und immer dann, wenn sich Wegimpulszahl oder Reifenumfang ändern, etwa durch andere Reifengröße. Prüfen darf nur eine dafür anerkannte Werkstatt mit Werkstattkarte.
Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.
14 Aufgaben zu „Tachograph und Lenk- und Ruhezeiten“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kfz-Mechatroniker/-in 2013, LF 12N; § 57b StVZO, VO (EU) 165/2014, VO (EG) 561/2006, § 4 FPersV sinngemäß. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.