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Lernfeld 12 · Prüfung Teil 2

Hauptuntersuchung bei Elektro- und Hybridfahrzeugen

Elektro- und Hybridfahrzeuge für die Hauptuntersuchung vorbereiten: Hochvoltbauteile, Ladeanschluss, Bremsen, Abgase beim Hybrid und Mängel.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Auch Elektro- und Hybridfahrzeuge kommen nach § 29 StVZO regelmäßig zur Hauptuntersuchung. Geprüft werden wie bei jedem Fahrzeug Bremsen, Lenkung, Fahrwerk, Beleuchtung und Karosserie. Hinzu kommt eine Sichtprüfung des Hochvoltsystems: Hochvoltleitungen und Stecker auf Beschädigung, Scheuerstellen und richtige Befestigung, Batteriegehäuse auf Verformung und Undichtheit, Ladeanschluss und Ladekabel, Warnleuchten für Isolationsfehler und Hochvoltstörungen im Kombiinstrument.

Bei der Bremse fällt auf, dass Elektrofahrzeuge viel über die E-Maschine verzögern. Die Reibbremse wird selten gefordert, Scheiben rosten und Beläge sitzen fest. Für die Prüfung auf dem Rollenprüfstand muss oft ein Prüf- oder Rollenmodus aktiviert werden, damit Rekuperation und Fahrdynamikregelung nicht eingreifen. Die Untersuchung der Abgase entfällt beim reinen Elektrofahrzeug; Plug-in- und Vollhybride werden wie Verbrenner geprüft, wobei der Verbrennungsmotor für die Messung gezielt laufen muss.

Die Werkstatt bereitet die HU vor: Fahrzeug mit Diagnosegerät identifizieren, Fehlerspeicher auslesen, Zustand nach Checkliste erfassen und mit den Sollwerten vergleichen. Festgestellte Mängel, die Verkehrs- oder Betriebssicherheit beeinträchtigen, werden mit Arbeitsumfang und Kosten an den Kunden gemeldet. Prüfungen, die nur Sachverständige oder Prüfingenieure durchführen dürfen, erledigt die Prüforganisation; die Werkstatt arbeitet ihr zu.

Das solltest du dir merken

  • Die HU nach § 29 StVZO gilt für Elektro- und Hybridfahrzeuge genauso.
  • Hochvoltleitungen, Stecker und Batteriegehäuse gehören zur Sichtprüfung.
  • Für den Rollenprüfstand den Prüfmodus nach Herstellervorgabe aktivieren.
  • Beim reinen Elektrofahrzeug entfällt die Untersuchung der Abgase, beim Hybrid nicht.
  • Wenig genutzte Reibbremsen auf Rost und festsitzende Beläge prüfen.

Formeln

Abbremsung
Summe der Bremskräfte in N, Masse in kg, m/s²
Bremskraftdifferenz einer Achse
und Bremskräfte der beiden Räder einer Achse in N

Typische Fehler in der Prüfung

  • Ein E-Fahrzeug ohne Prüfmodus auf den Rollenprüfstand gestellt und falsche Bremswerte erhalten.
  • Beim Plug-in-Hybrid die Abgasuntersuchung vergessen, weil das Fahrzeug elektrisch anfuhr.
  • Scheuerstellen an Hochvoltleitungen am Unterboden übersehen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Ein Elektrofahrzeug auf dem Rollenbremsprüfstand braucht meist einen Prüf- oder Rollenmodus, sonst greifen Rekuperation und Fahrdynamikregelung ein. Und schau dir die Bremsscheiben genau an: Weil E-Autos viel elektrisch bremsen, rosten Scheiben und Beläge sitzen fest.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Hauptuntersuchung bei Elektro- und Hybridfahrzeugen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kfz-Mechatroniker/-in 2013, Lernfeld 12S; StVZO § 29 und Anlage VIII (sinngemäß). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.