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Lernfeld 8 · Prüfung Teil 2

ABS, ASR, ESP und Bremsassistent

ABS, ASR, ESP und Bremsassistent nach Karosseriearbeiten: Sensoren, Einbaulage, Grundeinstellung, Hydroaggregat und Eigendiagnose.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Das ABS verhindert das Blockieren der Räder, die Antriebsschlupfregelung das Durchdrehen beim Anfahren, das ESP stabilisiert das Fahrzeug durch gezieltes Bremsen einzelner Räder und durch Eingriff ins Motormoment. Der Bremsassistent erkennt eine Notbremsung am schnellen Treten des Pedals und baut sofort vollen Druck auf. Das ESP vergleicht den Fahrerwunsch aus Lenkwinkel und Geschwindigkeit mit der tatsächlichen Drehung um die Hochachse und der Querbeschleunigung.

Karosseriearbeiten berühren diese Systeme oft. Raddrehzahlsensoren und ihre Leitungen sitzen am Radträger und werden beim Federbeinersatz gelöst; ein verbogener Impulsring liefert falsche Signale. Drehratensensoren sitzen nahe dem Schwerpunkt fest an der Karosserie und brauchen exakte Einbaulage und Grundeinstellung. Das Hydroaggregat liegt häufig im Vorderwagen; nach einem Ersatz wird das Steuergerät codiert, die Anlage nach Vorgabe entlüftet und die Sensoren werden grundeingestellt.

Für die Diagnose werden Fehlerspeicher und Istwerte ausgewertet, etwa der Lenkwinkel bei Geradeausfahrt oder die Raddrehzahlen aller Räder im Vergleich. Die Signalfrequenz eines Raddrehzahlsensors hängt von Geschwindigkeit, Abrollumfang und Zähnezahl des Impulsrings ab. Nach Achsvermessung, Arbeiten an der Lenkung oder am Drehratensensor ist eine Grundeinstellung nötig, die Probefahrt schließt die Arbeit ab.

Das solltest du dir merken

  • Lenkwinkel- und Drehratensensor nach Achsvermessung oder Ausbau grundeinstellen.
  • Drehratensensor nur in exakter Lage und fest verschraubt einbauen.
  • Bremsleitungen am Hydroaggregat vor dem Ausbau kennzeichnen.
  • Raddrehzahlen aller Räder im Vergleich zeigen falsche Reifen oder defekte Impulsringe.

Formeln

Signalfrequenz des Raddrehzahlsensors
in m/s, dynamischer Abrollumfang in m, Zähnezahl des Impulsrings
Querbeschleunigung in der Kurve
in m/s, Kurvenradius in m

Typische Fehler in der Prüfung

  • Die Geschwindigkeit nicht von km/h in m/s umgerechnet.
  • Den Abrollumfang mit dem Raddurchmesser verwechselt.
  • Nach der Achsvermessung den Lenkwinkelsensor nicht grundeingestellt.
  • Beim Untersteuern das kurvenäußere statt des kurveninneren Hinterrads als Eingriffsrad genannt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Für die Sensorfrequenz erst km/h durch 3,6 teilen, dann durch den Abrollumfang und mal Zähnezahl. Übersteuern bremst das kurvenäußere Vorderrad, Untersteuern das kurveninnere Hinterrad. Nach Achsvermessung oder Ausbau des Drehratensensors immer die Grundeinstellung ausführen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „ABS, ASR, ESP und Bremsassistent“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in (2022), Lernfeld 8 (Fahrwerks- und Bremssysteme instand halten und installieren). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.