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Lernfeld 4 · Prüfung Teil 1

Bedrohungen und Angriffe

Bedrohungen der IT-Sicherheit erkennen: Phishing, Social Engineering, Schadsoftware, DDoS, Man-in-the-Middle, Credential Stuffing und Schwachstellen.

17 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Viele Angriffe zielen auf den Menschen. Beim Phishing locken gefälschte E-Mails oder Webseiten Zugangsdaten heraus, Spear-Phishing richtet sich gezielt an eine Person. Beim CEO-Fraud gibt sich der Angreifer als Geschäftsführung aus und verlangt eine dringende, vertrauliche Überweisung. Social Engineering nutzt Hilfsbereitschaft oder Zeitdruck aus, etwa bei einem Anruf eines angeblichen Technikers. Typische Merkmale sind Druck, ungewöhnliche Absender, abweichende Linkziele und Bitten um Passwörter. Ein gefundener USB-Stick wird nicht angesteckt.

Schadsoftware hat verschiedene Formen. Ein Virus hängt sich an eine Wirtsdatei, ein Wurm verbreitet sich selbstständig über das Netz, ein Trojaner tarnt sich als nützliches Programm, Ransomware verschlüsselt Daten und erpresst Lösegeld, Spyware spioniert, ein Rootkit versteckt sich tief im System.

Technische Angriffe nutzen Schwachstellen. Ein Exploit ist der Code, der eine Schwachstelle ausnutzt; eine Zero-Day-Lücke ist noch ohne Patch. Bei DoS und DDoS überlasten viele Anfragen einen Dienst. Ein Man-in-the-Middle sitzt unbemerkt zwischen den Partnern, etwa über einen gefälschten WLAN-Zugangspunkt. Bei Brute Force probiert der Angreifer alle Kombinationen, beim Credential Stuffing geleakte Zugangsdaten aus anderen Diensten. Bei Cross-Site-Scripting landet fremdes JavaScript in einer Webseite, bei SQL-Injection fremder SQL-Code in einer Abfrage. Nach einem Vorfall gilt: Gerät vom Netz trennen, sofort melden, Passwort ändern.

Das solltest du dir merken

  • Ein Wurm verbreitet sich selbst, ein Virus braucht eine Wirtsdatei.
  • Druck, Dringlichkeit und Geheimhaltung sind typische Zeichen von Social Engineering.
  • Credential Stuffing funktioniert, weil dasselbe Passwort bei mehreren Diensten genutzt wird.
  • Eine Zero-Day-Lücke ist bekannt oder wird ausgenutzt, bevor ein Patch existiert.
  • Nach einem Klick auf einen Phishing-Link sofort melden, nicht verschweigen.

Typische Fehler in der Prüfung

  • Wurm und Trojaner verwechselt.
  • DoS und DDoS gleichgesetzt; bei DDoS kommen die Anfragen von vielen verteilten Systemen.
  • Bei einem Phishing-Verdacht auf den Link geklickt, um ihn zu prüfen.
  • Credential Stuffing mit Brute Force verwechselt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Phishing, falsche Techniker und CEO-Fraud sind alle Social Engineering: Sie greifen den Menschen an, nicht die Technik. Reaktion immer gleich: nichts klicken, nichts freigeben, Rückruf über eine bekannte Nummer, Vorfall melden.
  • Schadsoftware nach ihrem Verhalten merken: Virus hängt sich an Dateien, Wurm verbreitet sich selbst übers Netz, Trojaner tarnt sich als Nutzprogramm, Ransomware verschlüsselt. Viele Anfragen von vielen Quellen gleichzeitig deuten auf DDoS.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

17 Aufgaben zu „Bedrohungen und Angriffe“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: Rahmenlehrplan IT-Berufe (KMK 2019), Lernfeld 4; BSI-Lagebericht und IT-Grundschutz-Kompendium (Elementare Gefährdungen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.