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Lernfeld 8 · Prüfung Teil 2

Werkzeuge, Spannmittel und Korrekturen

Werkzeuge, Spannmittel und Korrekturen an CNC-Maschinen: Längen- und Radiuskorrektur, Schneidenradius, Werkzeugtabelle, Spannfutter und Aufnahmen.

11 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Die Steuerung muss wissen, wie lang jedes Werkzeug ist und welchen Radius es hat. Die Längenkorrektur gleicht die unterschiedlichen Werkzeuglängen aus, sodass alle Werkzeuge auf denselben Werkstücknullpunkt arbeiten. Die Radiuskorrektur verschiebt die Fräsermittelpunktsbahn um den Radius neben die Kontur. Die Werte stehen in der Werkzeugtabelle mit Länge, Radius, Verschleißwerten und beim Drehen Schneidenlage. Gemessen wird in der Maschine mit Taster oder außerhalb auf einem Voreinstellgerät.

Mit den Verschleißwerten korrigierst du Maßabweichungen, ohne das Programm zu ändern. Ist ein Außenmaß zu groß, wird der Radius im Korrekturspeicher verkleinert; weil die Korrektur auf beiden Seiten wirkt, ändert sich ein Außenmaß um das Doppelte des Korrekturwerts. Die Radiuskorrektur wird in einem eigenen Anfahrsatz außerhalb des Werkstücks eingeschaltet, sonst entsteht beim Einschwenken eine Kerbe. Beim Drehen sorgt die Schneidenradiuskompensation dafür, dass Kegel und Radien maßhaltig werden; ohne sie stimmen nur achsparallele Flächen.

Spannmittel halten Werkstück und Werkzeug sicher und genau. Beim Drehen nutzt man Dreibackenfutter, Spannzangen, Planscheiben oder Spannen zwischen Spitzen, beim Fräsen Maschinenschraubstock, Spannpratzen oder Vorrichtungen. Bei hohen Drehzahlen lässt die Fliehkraft die Backenspannkraft sinken; dünnwandige Teile verformen sich zudem leicht. Für hohe Rundlaufgenauigkeit eignen sich Schrumpffutter und Hydrodehnspannfutter mit HSK-Aufnahme.

Das solltest du dir merken

  • Längenkorrektur gleicht die Werkzeuglänge aus, Radiuskorrektur den Werkzeugradius.
  • Eine Radiusänderung wirkt beim Umfräsen auf beide Seiten, das Außenmaß ändert sich doppelt.
  • Radiuskorrektur im Anfahrsatz außerhalb des Werkstücks einschalten.
  • Ohne Schneidenradiuskompensation entstehen Maßfehler an Kegeln und Radien.
  • Fliehkraft verringert die Spannkraft von Backenfuttern bei hoher Drehzahl.

Formeln

Korrektur des Radius-Verschleißwerts
Änderung des Radiuswerts in mm bei beidseitig gefrästem Außenmaß, negativ heißt Radius verkleinern

Typische Fehler in der Prüfung

  • Die volle Maßabweichung als Radiuskorrektur eingetragen statt der halben.
  • Vorzeichen der Verschleißkorrektur vertauscht; das nächste Teil wird noch weiter vom Sollmaß entfernt.
  • Radiuskorrektur direkt an der Kontur eingeschaltet; beim Einschwenken entsteht eine Kerbe.
  • Werkzeug gewechselt, aber die Werkzeugtabelle nicht aktualisiert.

Tipps aus der Werkstatt

  • Mit der Schneidenradiuskorrektur rechnet die Steuerung die Werkzeugbahn um den Radius versetzt. G41 heißt, das Werkzeug liegt in Vorschubrichtung gesehen links von der Kontur, G42 rechts. Mit G40 schaltest du die Korrektur wieder ab, am besten beim Wegfahren von der Kontur.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

11 Aufgaben zu „Werkzeuge, Spannmittel und Korrekturen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Industriemechaniker, Lernfeld 8 (Fertigen auf numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.