Lernfeld 8 · Prüfung Teil 2
CNC-Programmierung nach DIN 66025 und PAL
CNC-Programmierung nach DIN 66025 und PAL: Programmaufbau, Wegbedingungen G0 bis G3, Radiuskorrektur, M-Funktionen, Kreisbögen und Zyklen.
Darum geht es
Ein CNC-Programm besteht aus Sätzen, jeder Satz aus Wörtern mit Adressbuchstabe und Zahl. Wegbedingungen beginnen mit G, Zusatzfunktionen mit M, dazu kommen Koordinaten X, Y, Z, Vorschub F, Drehzahl S und Werkzeug T. Ein Programm beginnt mit Werkzeugaufruf, Drehzahl und Spindel ein, fährt im Eilgang an, bearbeitet im Vorschub und fährt frei; am Ende stehen Spindel aus und Programmende. Die PAL-Prüfungsprogrammierung baut auf DIN 66025 auf und ergänzt sie um eigene Adressen und Zyklen.
G0 fährt im Eilgang ohne Bearbeitung, G1 im Vorschub auf einer Geraden, G2 im Uhrzeigersinn und G3 gegen den Uhrzeigersinn auf einem Kreisbogen. Der Bogen braucht den Endpunkt und entweder den Radius oder die Mittelpunktsparameter I und J, die vom Startpunkt aus inkremental zählen. Mit dem Radius allein ist ein Vollkreis nicht eindeutig, und bei zwei möglichen Bögen entscheidet das Vorzeichen. M3 schaltet die Spindel rechts ein, M4 links, M5 aus, M8 und M9 Kühlschmierstoff ein und aus, M30 beendet das Programm.
Mit G41 und G42 rechnet die Steuerung die Fräsermittelpunktsbahn selbst aus, du programmierst nur die Kontur. Bei G41 liegt das Werkzeug in Vorschubrichtung gesehen links, bei G42 rechts; G40 hebt die Korrektur auf. Beim Drehen mit G96 hält die Steuerung die Schnittgeschwindigkeit konstant, eine Höchstdrehzahl begrenzt die Drehzahl zur Plandrehmitte hin. Zyklen für Bohren, Gewinde oder Taschen sparen viele Einzelsätze.
Das solltest du dir merken
- G0 Eilgang, G1 Gerade im Vorschub, G2 Kreis im Uhrzeigersinn, G3 gegen den Uhrzeigersinn.
- I und J zählen inkremental vom Kreisanfangspunkt zum Mittelpunkt.
- G41 Werkzeug links der Kontur, G42 rechts, jeweils in Vorschubrichtung gesehen; G40 hebt auf.
- M3 Spindel rechts, M5 Spindel aus, M8 Kühlung ein, M30 Programmende.
- Bei G96 immer eine Höchstdrehzahl programmieren.
Formeln
- Mittelpunktsparameter
- , Kreismittelpunkt, , Kreisanfangspunkt, beide im Absolutmaß
- Drehzahl bei konstanter Schnittgeschwindigkeit
- in 1/min, in m/min, aktueller Durchmesser in mm
Typische Fehler in der Prüfung
- I und J vom Nullpunkt aus statt vom Kreisanfangspunkt gerechnet.
- G2 und G3 verwechselt, weil die Blickrichtung auf die Ebene nicht beachtet wurde.
- G96 ohne Drehzahlbegrenzung programmiert; zur Mitte hin steigt die Drehzahl gefährlich an.
- Im Eilgang ins Werkstück gefahren, weil der Anfahrpunkt nicht über oder neben dem Material lag.
Tipps aus der Werkstatt
- G00 fährt im Eilgang ohne Bearbeitung, G01 als Gerade im Vorschub, G02 im Uhrzeigersinn und G03 gegen den Uhrzeigersinn auf einem Kreisbogen. Mit Blick auf die Arbeitsebene entscheidest du die Drehrichtung immer aus Richtung der positiven dritten Achse.
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12 Aufgaben zu „CNC-Programmierung nach DIN 66025 und PAL“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Industriemechaniker, Lernfeld 8 (Fertigen auf numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen); DIN 66025. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.