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Lernfeld 2 · Prüfung Teil 1

Arbeitssicherheit an Werkzeugmaschinen

Sicher an Bohr-, Dreh- und Fräsmaschine arbeiten: STOP-Prinzip, Schutzausrüstung, Not-Halt, Sicherheitszeichen und Gefährdungsbeurteilung.

12 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Werkzeugmaschinen haben drehende Spindeln, scharfe Schneiden und heiße Späne. Die größte Gefahr ist das Erfassen: Lose Kleidung, lange Haare, Schmuck oder Handschuhe können sich an der drehenden Spindel aufwickeln. Deshalb trägst du eng anliegende Arbeitskleidung, Schutzbrille und Sicherheitsschuhe, bindest lange Haare zusammen und arbeitest an Bohr-, Dreh- und Fräsmaschinen ohne Handschuhe. Werkstücke werden immer im Maschinenschraubstock oder mit Spannpratzen gespannt, nie mit der Hand gehalten. Späne entfernst du nur bei Stillstand mit Spänehaken oder Pinsel, nie mit der Hand oder Druckluft.

Schutzmaßnahmen wählst du nach dem STOP-Prinzip: zuerst Substitution, also eine Gefahr durch ein sicheres Verfahren ersetzen, dann technische Maßnahmen wie trennende Schutzeinrichtungen und verriegelte Futterschutze, dann organisatorische Maßnahmen wie Unterweisung und Betriebsanweisung, zuletzt persönliche Schutzausrüstung. Eine Verriegelung sorgt dafür, dass die Maschine nur bei geschlossener Schutzeinrichtung anläuft. Der Not-Halt dient dazu, im Notfall eine Gefahr so schnell wie möglich abzuwenden; er ersetzt kein normales Ausschalten.

Grundlage ist die Gefährdungsbeurteilung, für die der Arbeitgeber verantwortlich ist; daraus entsteht auch die Betriebsanweisung an der Maschine. Vor Wartungs- und Rüstarbeiten schaltest du die Maschine am Hauptschalter ab und sicherst sie mit einem persönlichen Schloss gegen Wiedereinschalten. Sicherheitszeichen erkennst du an Form und Farbe: Verbote rund mit rotem Rand, Gebote rund und blau, Warnungen dreieckig und gelb, Rettungszeichen rechteckig und grün.

Das solltest du dir merken

  • An drehenden Spindeln keine Handschuhe, keine lose Kleidung, Haare zusammenbinden.
  • Werkstück immer spannen, Späne nur bei Stillstand mit dem Spänehaken entfernen.
  • STOP-Reihenfolge, Substitution vor Technik vor Organisation vor persönlicher Schutzausrüstung.
  • Vor Wartung abschalten, gegen Wiedereinschalten sichern und Spannungsfreiheit oder Stillstand prüfen.
  • Verbot rot und rund, Gebot blau und rund, Warnung gelb und dreieckig, Rettung grün und rechteckig.

Typische Fehler in der Prüfung

  • Handschuhe an der Bohrmaschine als Schutzmaßnahme genannt; dort sind sie eine Gefahr.
  • Persönliche Schutzausrüstung als wirksamste Maßnahme an den Anfang des STOP-Prinzips gestellt.
  • Den Not-Halt als normalen Ausschalter für den Feierabend benutzt.
  • Vor dem Riemenwechsel nur den Taster ausgeschaltet, ohne den Hauptschalter abzuschließen.

Tipps aus der Werkstatt

  • An der Bohrmaschine gilt: keine Handschuhe, eng anliegende Kleidung, lange Haare zusammenbinden, Werkstück immer spannen. Rotierende Teile wickeln Stoff in Sekundenbruchteilen auf, darum zuerst die Maschine stillsetzen und dann Späne mit dem Spänehaken entfernen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

12 Aufgaben zu „Arbeitssicherheit an Werkzeugmaschinen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Industriemechaniker, Lernfeld 2 (Fertigen von Bauelementen mit Maschinen); Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung, ASR A1.3. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.