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Prüfungsbereich LF 12b · Prüfung Teil 2

Projektplanung und Projektsteuerung

Projektplanung und Projektsteuerung kurz erklärt: Projektphasen, Projektstrukturplan, Netzplan, kritischer Pfad, Puffer, Scrum, Kanban und Risiken.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Ein Projekt ist einmalig, zeitlich begrenzt und hat ein festes Ziel. DIN 69901-2 teilt es in die Phasen Initialisierung, Definition, Planung, Steuerung und Abschluss. Zeit, Kosten und Qualität beeinflussen sich gegenseitig, das nennt man das magische Dreieck.

Der Projektstrukturplan zerlegt das Projekt in Teilaufgaben und Arbeitspakete. Er zeigt, was zu tun ist, aber nicht wann. Die zeitliche Abfolge planst du im Netzplan oder im Balkendiagramm. In der Vorwärtsrechnung bestimmst du die frühesten Anfangs- und Endzeitpunkte, in der Rückwärtsrechnung die spätesten. Vorgänge ohne Gesamtpuffer bilden den kritischen Pfad. Verzögert sich einer davon, verschiebt sich das Projektende um dieselbe Zeit.

In der Steuerung vergleichst du laufend Plan und Ist. Risiken erkennst du früh, bewertest sie nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung und wählst eine Strategie: vermeiden, vermindern, übertragen, zum Beispiel durch Versicherung oder Vertrag, oder bewusst akzeptieren. In der Stakeholderanalyse ordnest du Beteiligte nach Einfluss und Haltung zum Projekt.

Agile Verfahren wie Scrum arbeiten in kurzen Sprints mit festen Rollen: Product Owner für die Anforderungen, Scrum Master für den Prozess und das Entwicklungsteam. Kanban steuert den Arbeitsfluss über eine Tafel und begrenzt die Zahl gleichzeitig laufender Aufgaben.

Das solltest du dir merken

  • Der PSP sagt was, der Netzplan sagt wann.
  • Kritischer Pfad heißt Gesamtpuffer null; jede Verzögerung verschiebt das Projektende.
  • Risikostrategien sind vermeiden, vermindern, übertragen und akzeptieren.
  • Phasen nach DIN 69901-2 sind Initialisierung, Definition, Planung, Steuerung und Abschluss.

Formeln

Frühestes Ende
FAZ frühester Anfang, Dauer des Vorgangs; der FAZ eines Nachfolgers ist das größte FEZ seiner Vorgänger
Spätester Anfang
SEZ spätestes Ende; das SEZ eines Vorgängers ist der kleinste SAZ seiner Nachfolger
Gesamtpuffer
GP Zeit, um die sich ein Vorgang verschieben darf, ohne das Projektende zu gefährden
Freier Puffer
FP Zeit, um die sich ein Vorgang verschieben darf, ohne den Nachfolger zu verschieben
Dauer aus Arbeitsaufwand
Anzahl der Geräte, Zeit je Gerät, Anzahl der Personen, Arbeitszeit je Tag

Typische Fehler in der Prüfung

  • Bei mehreren Vorgängern den kleinsten statt den größten FEZ als FAZ übernommen.
  • Gesamtpuffer und freien Puffer verwechselt.
  • Vorgang auf dem kritischen Pfad verzögert und angenommen, der Puffer fange das auf.
  • Product Owner und Scrum Master verwechselt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Netzplan in zwei Durchgängen: vorwärts FEZ = FAZ + Dauer, bei mehreren Vorgängern das größte FEZ nehmen; rückwärts SAZ = SEZ − Dauer, bei mehreren Nachfolgern das kleinste SAZ. Gesamtpuffer = SAZ − FAZ. Wo er null ist, liegt der kritische Pfad, und jede Verzögerung dort verschiebt das Projektende.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Projektplanung und Projektsteuerung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: Rahmenlehrplan Fachinformatiker/-in (KMK 2020), Lernfeld 12b; DIN 69901-2 Projektmanagement Prozesse, DIN 69900 Netzplantechnik. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.