Lernfeld 4 · Prüfung Teil 1
Datensicherung, Datenschutz und Recht
Datensicherung, IT-Sicherheit und Datenschutz erklärt: Schutzziele, Backup-Arten, 3-2-1-Regel, Passwörter, Zwei-Faktor, Phishing und DSGVO.
Darum geht es
Die drei Schutzziele der Informationssicherheit sind Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Vertraulich heißt, nur Berechtigte sehen die Daten. Integrität heißt, die Daten sind unverändert und korrekt. Verfügbarkeit heißt, Daten und Systeme stehen bereit, wenn sie gebraucht werden. Nach dem BSI-IT-Grundschutz stellst du für jedes System fest, wie hoch der Schutzbedarf ist: normal, hoch oder sehr hoch.
Eine Vollsicherung kopiert alle Daten. Eine inkrementelle Sicherung kopiert nur, was sich seit der letzten Sicherung geändert hat, eine differenzielle alles seit der letzten Vollsicherung. Bewährt ist die 3-2-1-Regel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon außer Haus. Eine Sicherung ist erst etwas wert, wenn das Zurückspielen getestet wurde.
Gute Passwörter sind lang, einmalig und nicht zu erraten. Zwei-Faktor-Authentifizierung verbindet zwei verschiedene Faktoren, etwa Wissen (Passwort) und Besitz (Einmalcode auf dem Handy). Phishing-Mails wollen dich auf gefälschte Seiten locken; gib Zugangsdaten nie über einen Link aus einer unerwarteten Mail ein.
Personenbezogene Daten schützt die DSGVO. Wichtige Grundsätze sind Rechtmäßigkeit, Zweckbindung, Datenminimierung, Richtigkeit, Speicherbegrenzung sowie Integrität und Vertraulichkeit. Betroffene haben unter anderem ein Recht auf Auskunft und Löschung.
Das solltest du dir merken
- Schutzziele: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit.
- 3-2-1: drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus.
- Inkrementell seit der letzten Sicherung, differenziell seit der letzten Vollsicherung.
- Zwei Faktoren müssen aus verschiedenen Arten stammen, zwei Passwörter reichen nicht.
- Nur so viele personenbezogene Daten erheben, wie für den Zweck nötig sind.
Formeln
- Dauer einer Sicherung
- Zeit in s, Datenmenge, Schreib- oder Übertragungsrate in derselben Einheit je s (Byte oder Bit beachten)
Typische Fehler in der Prüfung
- Inkrementelle und differenzielle Sicherung verwechselt.
- Sicherung nur auf demselben Gerät oder im selben Raum aufbewahrt.
- Integrität mit Verfügbarkeit verwechselt.
Tipps aus der Werkstatt
- Schutzziele merken: Vertraulichkeit (Verschlüsselung), Integrität (Prüfsumme, Signatur), Verfügbarkeit (Backup, Redundanz). Bei jeder Maßnahme fragst du dich, welches Ziel sie schützt.
- Backup nach der 3-2-1-Regel: 3 Kopien, 2 Medien, 1 Kopie an einem anderen Ort. Und testen: Ein Backup ohne erfolgreiche Wiederherstellung ist nur eine Hoffnung.
Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.
26 Aufgaben zu „Datensicherung, Datenschutz und Recht“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: Rahmenlehrplan Elektroberufe Industrie, Lernfeld 4 (KMK); BSI-IT-Grundschutz-Kompendium; DSGVO Art. 5, 15, 17. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.