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Lernfeld 5 · Prüfung Teil 2

Schutzklassen und Schutzarten

Schutzklassen I, II und III, IP-Schutzarten, IK-Code und Wärmeklassen einfach erklärt, mit Merksätzen für die Elektroniker-Prüfung.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Schutzklassen sagen, wie ein Gerät vor elektrischem Schlag schützt. Schutzklasse I hat einen Schutzleiteranschluss, an den alle berührbaren leitfähigen Teile angeschlossen sind. Schutzklasse II ist doppelt oder verstärkt isoliert und hat keinen Schutzleiter. Schutzklasse III wird mit Schutzkleinspannung (SELV oder PELV) betrieben.

Die IP-Schutzart nach DIN EN 60529 beschreibt den Schutz des Gehäuses. Die erste Ziffer (0 bis 6) gilt für Berührung und Fremdkörper bis hin zu staubdicht, die zweite Ziffer (0 bis 9) für Wasser, von Tropfwasser über Strahlwasser bis zum Hochdruckstrahl. Ein X steht für eine Kennziffer, die nicht angegeben ist. Je höher die Ziffer, desto besser der Schutz; IP55 ist zum Beispiel staubgeschützt und strahlwassergeschützt.

Der IK-Code nach DIN EN 62262 gibt die Stoßfestigkeit gegen mechanische Schläge an, von IK00 bis IK10. Er ist wichtig für Leuchten in Sporthallen oder öffentlichen Bereichen. Auf Motoren findest du außerdem die Wärmeklasse der Isolierung, etwa B mit , F mit und H mit höchster Dauertemperatur.

In der Prüfung wählst du passend zum Einsatzort aus: Waschhalle, Außenbereich, Staub oder Stoß. Lies dazu beide Ziffern getrennt.

Das solltest du dir merken

  • Schutzklasse I mit Schutzleiter, II schutzisoliert ohne Schutzleiter, III mit Schutzkleinspannung.
  • Erste IP-Ziffer Fremdkörper und Berührung, zweite Ziffer Wasser.
  • Ein X in der IP-Angabe bedeutet, dass diese Kennziffer nicht angegeben ist.
  • IK-Code beschreibt die Stoßfestigkeit, nicht die Dichtheit.

Typische Fehler in der Prüfung

  • Erste und zweite IP-Ziffer vertauscht.
  • Schutzklasse und Schutzart verwechselt; die Schutzklasse betrifft den elektrischen Schlag, die Schutzart das Gehäuse.
  • Angenommen, ein Gerät der Schutzklasse II brauche einen Schutzleiter.

Tipps aus der Werkstatt

  • Bei IP-Codes gilt: erste Ziffer Fremdkörper und Berührung (0 bis 6), zweite Ziffer Wasser (0 bis 9). Je höher die Ziffer, desto dichter. Ein X statt einer Ziffer heißt nur „nicht geprüft“, nicht „kein Schutz“.
  • Verwechsle Schutzklasse und Schutzart nicht: Die Schutzklasse (I, II, III) sagt, wie ein Gerät gegen elektrischen Schlag schützt, die Schutzart (IP) sagt, wie dicht das Gehäuse ist. Merke: Schutzklasse I hat den Schutzleiter, II das doppelte Quadrat, III die Schutzkleinspannung.
  • Die Wärmeklassen der Isolierstoffe steigen in der Reihenfolge Y, A, E, B, F, H. Merke dir die Folge B 130, F 155, H 180 als Treppe mit 25-Grad-Stufen. Die Angabe auf dem Leistungsschild ist die Grenztemperatur der Wicklung, nicht die zulässige Umgebungstemperatur.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Schutzklassen und Schutzarten“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: Rahmenlehrplan Elektroniker/-in (KMK), Lernfeld 5; DIN EN 60529, DIN EN 62262, DIN EN 61140, DIN EN 60085. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.