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Lernfeld 6 · Prüfung Teil 1

Montagezeichnungen, Machbarkeitsanalyse und Materiallisten

Montage im Anlagenbau planen: Aufstellungsplan und Höhenkoten, Platz- und Machbarkeitsanalyse, Materiallisten, Fremdgewerke und Demontage.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Grundlage der Montage sind Bau- und Montagezeichnungen. Der Aufstellungsplan zeigt maßstäblich, wo Behälter, Pumpen und Bühnen im Gebäude stehen, bezogen auf das Achsraster und auf Höhenkoten in Metern; ±0,000 ist meist die Oberkante des Fertigfußbodens. Das R&I-Fließschema zeigt dagegen die Funktion ohne Maßstab, die Isometrie die Führung einzelner Leitungen. Vermerke wie „bauseits“ kennzeichnen Leistungen, die der Auftraggeber oder ein anderes Gewerk erbringt.

Vor der Montage prüft man in einer Platz- und Machbarkeitsanalyse, ob das Bauteil an seinen Platz kommt und dort betrieben werden kann: Transportweg mit Tor- und Türmaßen, lichte Höhe beim Aufrichten, Tragfähigkeit von Boden und Decke, Freiflächen für Bedienung und Wartung, Anschlagpunkte und vorhandene Anschlüsse. Ein liegend angelieferter Behälter braucht beim Kippen über die Fußkante die Diagonale als Höhe. Die Tragfähigkeit von Decken bestätigt ein Tragwerksplaner.

Die Materialliste nennt jede Position eindeutig mit Benennung, Menge und Einheit, Nennweite, Druckstufe, Werkstoff und Norm, dazu eine Reserve für Kleinteile. Montage, Transport und Lagerung werden mit den vor- und nachgelagerten Bereichen abgestimmt, etwa mit Bau, Elektro, Gerüstbau, Dämmung und Kranverleih. Bei Demontagen in laufenden Anlagen geht die Freigabe des Betreibers vor jedem Eingriff. Änderungen auf der Baustelle werden in die Zeichnungen übernommen und freigegeben.

Das solltest du dir merken

  • Der Aufstellungsplan ist maßstäblich, das R&I-Fließschema nicht.
  • Höhenkoten stehen in Metern mit drei Nachkommastellen, bezogen auf ±0,000.
  • Beim Aufrichten durch Kippen braucht der Behälter seine Diagonale als lichte Höhe.
  • Erst entleeren, entspannen und sichern, dann Flansche öffnen.
  • Jede Änderung auf der Baustelle gehört mit neuem Index in die Unterlagen.

Formeln

Kippmaß beim Aufrichten
Diagonale in m, Durchmesser in m, Höhe des Behälters in m
Länge aus dem Maßstab
wirkliche Länge, in der Zeichnung gemessene Länge, Maßstabszahl, etwa 50 beim Maßstab 1 zu 50

Typische Fehler in der Prüfung

  • Nur die Behälterhöhe statt der Diagonale mit der Hallenhöhe verglichen.
  • Abgegriffene Maße verwendet, obwohl ein Maß in der Zeichnung steht.
  • Bauseitige Leistungen nicht rechtzeitig abgefragt; das Fundament ist am Montagetag nicht fertig.
  • Bei der Demontage Flansche gelöst, bevor die Anlage entleert und drucklos war.

Tipps aus der Werkstatt

  • Platzanalyse beim Aufrichten: Nicht die Behälterhöhe, sondern die Diagonale √(D² + H²) plus Sicherheitsabstand muss unter die Hallenbinder passen. „Bauseits“ heißt: liefert der Auftraggeber, also rechtzeitig nachfragen. Materialliste mit Reserve immer aufrunden.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Montagezeichnungen, Machbarkeitsanalyse und Materiallisten“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 6 (Montieren und Transportieren von Bauelementen der Anlagentechnik). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.