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Lernfeld 5 · Prüfung Teil 1

Trinkwasserschutz und Sicherungsarmaturen

Trinkwasserschutz nach DIN EN 1717: Flüssigkeitskategorien 1 bis 5, Rückfließen, Rückflussverhinderer, Systemtrenner und freier Auslauf richtig auswählen.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Trinkwasser darf nie durch Wasser aus angeschlossenen Anlagen verunreinigt werden. Gefährlich wird es, wenn Wasser rückwärts fließt: beim Rückdrücken, weil der Druck in der Anlage höher ist als im Netz, oder beim Rücksaugen, weil im Netz ein Unterdruck entsteht, etwa bei einem Rohrbruch oder einer großen Entnahme am Hydranten. DIN EN 1717 teilt darum jede Flüssigkeit in eine von fünf Kategorien ein: 1 ist Trinkwasser, 2 nur in Temperatur oder Geschmack verändert, 3 gering giftig wie Heizungswasser ohne Zusätze, 4 giftig wie Heizungswasser mit Inhibitoren oder Glykol, 5 mit Krankheitserregern wie Regenwasser, Schwimmbecken oder Behandlungseinheiten.

Aus Kategorie und Anschlussart folgt die Sicherungseinheit, also Armatur samt Einbaubedingungen. Ein kontrollierbarer Rückflussverhinderer EA reicht bis Kategorie 2, etwa an der Kaltwasserzuleitung eines Speichers. Der Systemtrenner CA sichert bis Kategorie 3, der Systemtrenner BA mit kontrollierbarer Mitteldruckzone bis Kategorie 4. Bei Kategorie 5 hilft nur ein freier Auslauf: ein fester Luftabstand zwischen Zulauf und höchstem Wasserspiegel von mindestens dem doppelten Innendurchmesser des Zulaufs, mindestens 20 mm.

Ein Systemtrenner wirkt nur, wenn er richtig eingebaut und gepflegt wird. Die Ablassöffnung führt über einen Trichter frei ins Abwasser, der Einbauort ist frostfrei, überflutungssicher und zugänglich, davor sitzen Absperrung und Schmutzfänger. Nach DIN EN 806-5 wird ein BA halbjährlich inspiziert und jährlich gewartet. Dauerndes Tropfen deutet auf Schmutz am Ablassventil oder einen undichten Rückflussverhinderer.

Das solltest du dir merken

  • Erst die Flüssigkeit, dann die Kategorie, dann die Sicherungseinheit.
  • EA bis Kategorie 2, CA bis 3, BA bis 4, freier Auslauf bis 5.
  • Ein Magnetventil oder ein geschlossener Kugelhahn ist keine Sicherungsarmatur.
  • Freier Auslauf mindestens doppelter Zulauf-Innendurchmesser, mindestens 20 mm.
  • Die Ablassöffnung eines Systemtrenners nie fest an die Abwasserleitung anschließen.

Formeln

Mindestabstand freier Auslauf
Abstand von Unterkante Auslauf bis zum höchstmöglichen Wasserspiegel, Innendurchmesser des Zulaufs
Druckverlust an der Armatur
Volumenstrom in m³/h, Durchflusswert der Armatur in m³/h

Typische Fehler in der Prüfung

  • Heizungswasser mit Inhibitoren als Kategorie 3 eingestuft und nur einen CA eingebaut.
  • Den Abstand des freien Auslaufs bis zum normalen Füllstand statt bis zur Überlaufkante gemessen.
  • Rückdrücken und Rücksaugen verwechselt.
  • Den Betreiber nicht auf Inspektion und Wartung der Sicherungsarmatur hingewiesen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Merk dir die Treppe der Sicherungsarmaturen: EA bis Kategorie 2, CA bis 3, BA bis 4, freier Auslauf bis 5. Bestimme immer zuerst die Flüssigkeit und ihre Kategorie, dann die Armatur. Beim freien Auslauf misst du bis zur Überlaufkante: mindestens doppelter Innendurchmesser, mindestens 20 mm.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Trinkwasserschutz und Sicherungsarmaturen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker/-in SHK (2016), Lernfeld 5; DIN EN 1717; DIN 1988-100; DIN EN 806-5. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.