Lernfeld 7 · Prüfung Teil 2
Sensoren und elektrische Grundlagen
Sensoren an Werkzeugmaschinen: induktive Näherungsschalter, Schaltabstand, Drehgeber, Analogsignale 4 bis 20 mA und 0 bis 10 V, Temperaturfühler.
Darum geht es
Sensoren melden der Steuerung, was an der Maschine geschieht. Binäre Sensoren kennen nur zwei Zustände: Ein induktiver Näherungsschalter erkennt Metall ohne Berührung, etwa als Endlagen- oder Referenzschalter einer Achse. Der Bemessungsschaltabstand gilt für eine Stahlplatte; sicher schaltet der Sensor bis zum gesicherten Schaltabstand von 81 % davon. Andere Metalle wie Aluminium oder Messing werden über einen Reduktionsfaktor kleiner als 1 berücksichtigt. Schließer schalten bei erkanntem Objekt durch, Öffner trennen.
Analoge Sensoren liefern ein stetiges Signal, zum Beispiel ein Drucksensor im Spannkreis oder ein Pt100 an der Spindel. Üblich sind 0 bis 10 V und 4 bis 20 mA. Beim Stromsignal erkennt die Steuerung einen Drahtbruch, weil der Messanfang bei 4 mA liegt; außerdem ist Strom unempfindlich gegen Spannungsfall auf langen Leitungen. Die Umrechnung erfolgt über die lineare Kennlinie zwischen Messbereichsanfang und -ende.
Wegmesssysteme bestimmen die Achsposition. Drehgeber am Motor messen indirekt über die Gewindespindel, Glasmaßstäbe direkt am Schlitten. Inkrementelle Systeme brauchen nach dem Einschalten eine Referenzpunktfahrt, absolute nicht. Die Auflösung eines Drehgebers ergibt sich aus Steigung, Strichzahl und Auswertung. Signalleitungen werden geschirmt und getrennt von Motorleitungen verlegt, weil Frequenzumrichter Störungen einkoppeln.
Das solltest du dir merken
- Gesicherter Schaltabstand ist 0,81 mal Bemessungsschaltabstand.
- Nichteisenmetalle verringern den Schaltabstand um den Reduktionsfaktor.
- 4 bis 20 mA ist drahtbruchsicher, 0 bis 10 V nicht.
- Inkrementelle Wegmessung braucht eine Referenzpunktfahrt.
- Pt100 hat bei 0 °C genau 100 Ω, der Widerstand steigt mit der Temperatur.
Formeln
- Gesicherter Schaltabstand
- Bemessungsschaltabstand, Reduktionsfaktor des Werkstoffs, für Stahl S235
- Messwert aus dem Stromsignal
- gemessener Strom, Messbereichsende bei Messbereichsanfang null
- Auflösung eines Drehgebers an der Gewindespindel
- Steigung, Strichzahl je Umdrehung, Auswertefaktor, etwa 4 bei Vierfachauswertung
Typische Fehler in der Prüfung
- Beim Stromsignal die 4 mA Nullpunkt nicht abgezogen.
- Den Reduktionsfaktor für Aluminium vergessen und den Sensor zu weit entfernt montiert.
- Einen Ersatzsensor mit NPN- statt PNP-Ausgang eingebaut.
- Messauflösung des Drehgebers mit der Genauigkeit der Achse gleichgesetzt.
Tipps aus der Werkstatt
- Beim Analogsignal 4 bis 20 mA immer erst 4 mA abziehen und dann durch 16 mA teilen. Bei 0 bis 10 V reicht durch 10 V. Und beim induktiven Sensor gilt sicher nur 81 % vom Nennschaltabstand, bei Aluminium zusätzlich mal Reduktionsfaktor.
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13 Aufgaben zu „Sensoren und elektrische Grundlagen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Zerspanungsmechaniker/-in, Lernfeld 7 (Inbetriebnehmen steuerungstechnischer Systeme). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.