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Lernfeld 5 · Prüfung Teil 1

Arbeitspläne, Einrichteblätter und Werkzeugdatenblätter

Fertigungsunterlagen im Werkzeugbau: Gesamt- und Teilzeichnung, Stückliste, Arbeitsplan, Einrichteblatt, Werkzeugdatenblatt und Prüfplan.

12 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Ein Werkzeug entsteht aus vielen Einzelteilen. Die Gesamtzeichnung zeigt, wie sie zusammengehören; über Positionsnummern führt sie zur Stückliste mit Benennung, Menge, Werkstoff, Rohmaß und Normbezeichnung. Jedes selbst gefertigte Teil hat eine Teilzeichnung mit Maßen, Toleranzen, Oberflächenangaben und Härte. Gefertigt wird nur nach dem gültigen Änderungsstand, der im Schriftfeld steht.

Der Arbeitsplan legt die Folge der Arbeitsgänge fest, mit Maschine, Vorgabezeit und Kostenstelle. Bei gehärteten Teilen gilt eine typische Reihenfolge: weich vorarbeiten mit Aufmaß, Gewinde und Startlöcher bohren, härten und anlassen, schleifen, erodieren, messen. Das Einrichteblatt beschreibt für einen Arbeitsgang die Maschine: Spannmittel, Spannlage, Werkstücknullpunkt, Werkzeugplätze und Programm. Das Werkzeugdatenblatt beschreibt ein einzelnes Werkzeug mit Schneidstoff, Geometrie, Länge, Radius und empfohlenen Schnittdaten.

Heute laufen diese Daten durch eine Kette aus CAD, CAM, Postprozessor und Werkzeugverwaltung. Der Prüfplan legt fest, welche Merkmale mit welchem Prüfmittel wie oft geprüft werden; die Ergebnisse gehen in ein Protokoll. Kundendaten und Zeichnungen sind vertraulich und bleiben in den Systemen des Betriebs.

Das solltest du dir merken

  • Die Positionsnummer verbindet Gesamtzeichnung und Stückliste.
  • Gefertigt wird nur nach dem gültigen Änderungsstand der Zeichnung.
  • Gewinde und Startlöcher vor dem Härten, Schleifen und Erodieren danach.
  • Das Einrichteblatt gilt für eine Maschine und einen Arbeitsgang, der Arbeitsplan für den ganzen Weg des Teils.
  • Auftragszeit gleich Rüstzeit plus Menge mal Stückzeit.

Formeln

Auftragszeit
Auftragszeit, Rüstzeit, Stückzahl, Zeit je Einheit, alle Zeiten in min
Masse eines Rohteils
Masse in kg, Volumen in dm³, Dichte in kg/dm³ (Stahl etwa 7,85)

Typische Fehler in der Prüfung

  • Nach einem alten Ausdruck gefertigt, obwohl ein neuer Änderungsstand gilt.
  • Härteteil ohne Schleifaufmaß fertig gefräst; nach dem Härten stimmen die Maße nicht mehr.
  • Einrichteblatt und Arbeitsplan verwechselt; Spannlage und Nullpunkt fehlen an der Maschine.
  • Bei der Auftragszeit die Rüstzeit mit der Stückzahl multipliziert.

Tipps aus der Werkstatt

  • Faustregel für Härteteile: Alles, was Bohrer oder Gewindebohrer braucht, kommt vor das Härten, Schleifen und Erodieren danach. Bei der Auftragszeit zählt die Rüstzeit nur einmal, die Stückzeit für jedes Teil.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

12 Aufgaben zu „Arbeitspläne, Einrichteblätter und Werkzeugdatenblätter“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Werkzeugmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 5 (Formgeben von Bauelementen durch spanende Fertigung). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.