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Lernfeld 10 · Prüfung Teil 2

Torantriebe und Steuerungen

Torantriebe und Steuerungen: Betriebsarten, Ein- und Ausgänge, Selbsthaltung, Verriegelung, Schutzeinrichtungen und Übergabe nach DIN EN 12453.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Gesteuerte Tore plant man von der Gesamtfunktion zu den Teilfunktionen: Öffnen, Offenhalten, Schließen, Sichern und Melden. Eingänge der Steuerung sind Taster, Funkempfänger, Endschalter, Lichtschranken und Schließkantensicherungen; Ausgänge steuern Motorschütze, Warnleuchte oder Elektroschloss. Der Funktionsplan beschreibt den Ablauf als Schrittkette mit Aktionen und Übergangsbedingungen, der Logikplan die Verknüpfungen wie UND, ODER und NICHT. Sicherheitsrelevante Geber werden als Öffner angeschlossen, damit ein Drahtbruch wie ein Halt wirkt.

Je nach Betriebsart sind unterschiedliche Schutzmaßnahmen nötig. Bei der Totmannsteuerung fährt das Tor nur, solange der Bediener mit Sicht auf das Tor den Taster hält. Im Impulsbetrieb hält eine Selbsthaltung das Schütz, und Kraftbegrenzung oder Schließkantensicherung müssen Personen schützen; trifft das Tor auf ein Hindernis, stoppt es und reversiert. Im automatischen Betrieb kommt eine Anwesenheitserkennung wie die Lichtschranke hinzu, die vor jeder Fahrt getestet wird. Bei Wendeschützschaltungen verhindert die gegenseitige Verriegelung einen Kurzschluss.

Antriebe gibt es elektromechanisch, elektrohydraulisch und als Unterflurantrieb; die Auswahl richtet sich nach Torart, Gewicht, Nutzung und Optik. Für Schiebetore lässt sich der Kraftbedarf grob aus Rollwiderstand und Ritzelradius abschätzen. Vor der Übergabe werden Kräfte gemessen, Schutzeinrichtungen und Notentriegelung geprüft und alles im Prüfbuch dokumentiert. Der Kunde erhält Leistungserklärung, Anleitung und Einweisung; kraftbetätigte Tore sind vor der Inbetriebnahme und mindestens jährlich durch einen Sachkundigen zu prüfen.

Das solltest du dir merken

  • Totmann braucht Sicht auf das Tor, Impuls braucht Schließkantenschutz, Automatik zusätzlich Lichtschranke.
  • Sicherheitsgeber als Öffner anschließen, damit Drahtbruch das Tor stoppt.
  • Motorschütze AUF und ZU immer gegenseitig verriegeln.
  • Nach dem Ansprechen der Schließkantensicherung stoppt das Tor und fährt ein Stück zurück.
  • Prüfung vor Inbetriebnahme und mindestens jährlich, Ergebnisse ins Prüfbuch.

Formeln

Zugkraft aus Rollwiderstand
Rollwiderstandszahl nach Hersteller, Tormasse in kg,
Drehmoment am Ritzel
in Nm, Zugkraft in N, Wirkradius des Ritzels in m
Stromaufnahme eines Einphasenmotors
abgegebene Leistung in W, , Leistungsfaktor, Wirkungsgrad
Laufzeit
Fahrweg in m, Torgeschwindigkeit in m/s

Typische Fehler in der Prüfung

  • Endschalter oder Lichtschranke als Ausgang statt als Eingang der Steuerung eingetragen.
  • Sicherheitsgeber als Schließer angeschlossen; ein Drahtbruch bleibt unbemerkt.
  • Im Impulsbetrieb ohne Kraftbegrenzung oder Schließkantensicherung übergeben.
  • Beim Motorstrom den Wirkungsgrad vergessen; der Strom wird zu klein.

Tipps aus der Werkstatt

  • Eingang meldet, Ausgang schaltet: Endschalter und Lichtschranke sind Eingänge, Motorschütz und Warnleuchte Ausgänge. Totmann braucht Sicht aufs Tor, Impuls braucht Schließkantenschutz, Automatik zusätzlich Lichtschranke. Sicherheitsgeber als Öffner, AUF- und ZU-Schütz gegenseitig verriegeln.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Torantriebe und Steuerungen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Metallbauer/-in (2002), Lernfeld 10 (Herstellen von Türen, Toren und Gittern); DIN EN 12453, DIN EN 13241, ASR A1.7. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.