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Lernfeld 10 · Prüfung Teil 2

Bauarten, Aufmaß und Anforderungen an Türen und Tore

Türen und Tore planen: Bauarten, DIN-Richtung, Aufmaß beim Kunden, Maßordnung im Hochbau, Einbruchhemmung, Wärmeschutz und Barrierefreiheit.

12 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Türen gibt es als Dreh-, Pendel-, Schiebe- und Falttüren, Tore als Drehflügel-, Schiebe-, Sektional-, Roll- und Falttore. Welche Bauart passt, hängt vom Platz ab: Schwenkbereich, Wandfläche neben der Öffnung, Sturzhöhe und Deckenfreiheit. Die Öffnungsrichtung wird als DIN-links oder DIN-rechts angegeben, gesehen von der Seite, zu der die Tür aufschlägt. Für Drehflügeltore, die weit aufschlagen sollen, wird der Drehpunkt der Bänder so bestimmt, dass der Flügel nicht gegen Pfeiler oder Wand stößt.

Das Aufmaß beim Kunden ist die Grundlage jeder Fertigung. Breiten werden oben, in der Mitte und unten gemessen, Höhen links und rechts mit Bezug auf Fertigfußboden oder Meterriss, dazu die Diagonalen. Maßgebend ist das kleinste Maß abzüglich der Montagefugen. Die Maßordnung im Hochbau baut auf dem Achtelmeter von 12,5 cm auf; Normtüren passen zu diesen Rohbaumaßen. Skizze, Fotos und Notizen zu Schwellen, Laibungen und Anschlüssen gehören dazu.

Die Anforderungen ergeben sich aus Bauordnung, Nutzung und Kundenwunsch. Außentüren werden nach DIN EN 14351-1 mit Leistungsmerkmalen wie Wärmedurchgangskoeffizient, Schlagregendichtheit, Luftdurchlässigkeit und Windlast geliefert, Tore nach DIN EN 13241. Einbruchhemmung wird in Widerstandsklassen RC 1 N bis RC 6 nach DIN EN 1627 angegeben. Barrierefreie Türen brauchen ausreichende lichte Maße und möglichst keine Schwelle. Thermisch getrennte Profile verhindern Wärmebrücken und Tauwasser.

Das solltest du dir merken

  • DIN-links heißt Bänder links, gesehen von der Seite, zu der die Tür aufgeht.
  • Beim Aufmaß zählt das kleinste Maß; die Montagefuge wird auf beiden Seiten abgezogen.
  • Breite dreimal, Höhe zweimal, Diagonalen einmal messen, Bezug ist der Fertigfußboden.
  • RC 2 ist die übliche Empfehlung für Wohnungs- und Haustüren.
  • Baurichtmaße sind Vielfache des Achtelmeters von 12,5 cm.

Formeln

Bestellbreite aus dem Aufmaß
kleinstes gemessenes Breitenmaß der Öffnung in mm, Montagefuge je Seite in mm

Typische Fehler in der Prüfung

  • Nur ein Breitenmaß in der Mitte genommen; das Element passt unten oder oben nicht.
  • DIN-Richtung von der falschen Seite bestimmt und Zarge oder Schloss falsch bestellt.
  • Höhe auf den Rohfußboden statt auf den fertigen Boden bezogen.
  • Einbruchhemmung nur für das Türblatt geplant, ohne Beschlag, Verglasung und Befestigung.

Tipps aus der Werkstatt

  • DIN-Richtung immer von der Seite bestimmen, zu der die Tür aufgeht: Bänder links heißt DIN-links. Beim Aufmaß zählt das kleinste von drei Breitenmaßen, davon zweimal die Montagefuge abziehen. Höhen auf den Fertigfußboden beziehen. RC 2 ist die Standardempfehlung für Haus- und Wohnungstüren.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

12 Aufgaben zu „Bauarten, Aufmaß und Anforderungen an Türen und Tore“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Metallbauer/-in (2002), Lernfeld 10 (Herstellen von Türen, Toren und Gittern); DIN EN 14351-1, DIN EN 1627, DIN 4172. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.