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Lernfeld 7 · Prüfung Teil 2

Regelkreise in mechatronischen Systemen

Regelkreise in mechatronischen Systemen: Regelkreisglieder, Störgrößen, Zweipunkt-, P-, PI- und PID-Regler, Streckenkennwerte und Sprungantwort.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Ein Regelkreis hält eine Größe trotz Störungen auf ihrem Sollwert. Das Messglied erfasst die Regelgröße , der Regler vergleicht sie mit der Führungsgröße und bildet aus der Regeldifferenz die Stellgröße . Das Stellglied, etwa ein Ventil, Schütz oder Umrichter, greift in die Regelstrecke ein. Störgrößen wie eine geöffnete Ofentür oder eine wechselnde Luftentnahme wirken von außen auf die Strecke.

Der Zweipunktregler schaltet nur ein und aus; die Regelgröße pendelt zwischen den Schaltpunkten, die Schaltdifferenz bestimmt Schwankung und Schalthäufigkeit. Stetige Regler arbeiten feiner: Der P-Regler antwortet sofort mit , behält bei Laständerung aber eine bleibende Regeldifferenz. Der I-Anteil baut sie ab; je kleiner die Nachstellzeit , desto schneller, aber auch schwingfreudiger. Der D-Anteil reagiert auf die Änderungsgeschwindigkeit und dämpft, verstärkt aber Messrauschen.

Wie gut sich eine Strecke regeln lässt, zeigt ihre Sprungantwort. Aus der Wendetangente liest man Verzugszeit und Ausgleichszeit ab; je größer , desto leichter. Totzeiten durch Transportwege machen Regelkreise träge. Bei der Inbetriebnahme prüft man Führungsverhalten mit einem Sollwertsprung und Störverhalten mit einer Laständerung und bewertet Anregelzeit, Ausregelzeit und Überschwingweite.

Das solltest du dir merken

  • Regeldifferenz ist Sollwert minus Istwert.
  • Der P-Regler allein lässt bei Last eine bleibende Regeldifferenz.
  • Kleinere Nachstellzeit heißt stärkerer I-Anteil und mehr Schwingneigung.
  • Zeiten vor dem Teilen in dieselbe Einheit umrechnen.
  • Führungsverhalten mit Sollwertsprung, Störverhalten mit Laständerung prüfen.

Formeln

Regeldifferenz
Führungsgröße (Sollwert), Regelgröße (Istwert)
Stellgröße des P-Reglers
Arbeitspunkt, Proportionalbeiwert
Überschwingweite in Prozent
größter Wert der Sprungantwort, bezogen auf einen Sprung von null

Typische Fehler in der Prüfung

  • Störgröße und Stellgröße verwechselt.
  • Regeldifferenz als Istwert minus Sollwert gebildet.
  • Verzugszeit in Sekunden und Ausgleichszeit in Minuten direkt geteilt.
  • Beim Zweipunktregler die volle statt der halben Schaltdifferenz vom Sollwert abgezogen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Regeldifferenz ist immer Sollwert minus Istwert, e = w - x. Beim P-Regler addierst du K_P mal e zum Arbeitspunkt. Kleinere Nachstellzeit heißt stärkerer I-Anteil, nicht schwächerer. Und vor dem Teilen von Tg durch Tu beide Zeiten in dieselbe Einheit umrechnen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Regelkreise in mechatronischen Systemen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: Rahmenlehrplan Mechatroniker/-in, Lernfeld 7 (KMK); DIN IEC 60050-351 Leittechnik. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.